Albumcheck | Loud like love von Placebo

Placebo gehören zu den erfolgreichsten Alternative-Rock-Band der letzten zwei Jahrzehnte. Nun haben sie sich mit ihrem neuen Album „Loud like love“ eindrucksvoll zurück gemeldet.

Das Trio verblüfft mit neuer Energie, neuer Hoffnung und dem abwechslungsreichsten Sound.. Produziert wurde das Werk von Adam Noble. Aufgenommen hat man das Scheibchen in den Londoner RAK Studios. Dies hat fast ein Jahr gedauert. Doch damit klingt „Loud like love“ nicht unbedingt altbacken.

Vielmehr hat man sich auf kompositorische Finesse konzentriert und den Mut gefunden neue Wege zu gehen. Zwar dürfte Placebo es nicht jedem Fan damit recht machen, da einiges auch auf den ersten Augenblick sehr glatt vorkommen dürfte, dennoch hat sich das Trio gewagt auch zur aktuellen sozialen oder politischen Situation seinen Senf dazu zu geben.

Ansonsten dreht es sich um alles wie gehabt. Liebe, Einsamkeit und Herzschmerz, fein eingewebt mit der Stimme von Sänger Molko, der m.E. etwas hinter seinem Können zurück bleibt. Wer etwas genauer hinhört, wird erkennen, dass die Scheibe doch sehr viel Abwechslung bietet.

Besonders die ersten drei Songs, allen voran „Scene of the crime“ avancieren zu meinen absoluten Lieblingstracks. Doch auch die langsamere Gangart steht den Jungs gut zu Gesicht.

Man darf nicht den fehler begehen, das Album nach dem ersten Ohrwaschgang als „mittelmäßig“ abzustempeln, denn erst nach und nach entwickelt der Longplayer seine Stärke.

Sehr schick!

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