Albumcheck | Gorthaur’s Wrath: War for Heaven

Zwei Jahre nach Veröffentlichung des Debütalbums „Ritual IV“ legen die fünf Kroaten nach. In diesen drei Jahren packten sie weitere Genres in den bisherigen Black Metal- Sound, der nunmehr eher deathly klingt.

Das für brutalere Metalalben fast obligatorische Intro ist geradezu episch und klingt ein wenig, als sei es geeignet, in Tolkien-Verfilmungen einzufließen. Nach diesem breiten Plüschteppich jedoch wird „War for Heaven“ von Gorthaur’s Wrath stante pede rabiat. Das irgendwarum auch immer deutsch betitelte „Übermensch“ knüppelt angenehm hässlich und erfreulich brutal die Mittelerdestimmung nieder.

Und so bleibt es auch die restliche Zeit auf dem elfstückigen Opus. Wenn auch unter der wilden Haube die Sache eher zahm ist wie ein untermotorisierter Monstertruck.  Nicht, dass sie schlecht wäre, oh nein, zumal der Sound eigenständiger ist als bei manch anderer Band. Nur sind Riffs und Drums und dergleichen eher einfach gestrickt, was immerhin eine gute Partymucke ergibt.

Nicht wirklich böse. Nicht übertrieben einfalls-, aber abwechslungsreich und stellenweise deutlich erinnernd an Amon Amarth mit einem Spritzer Emperor oder auch umgekehrt. Das Instrumentalwerk „Supreme Illusion“ allerdings, welches klassisch daherzukommen versucht, ist eher unspektakulär und spieltechnisch leider sehr von quietschenden Saiten dominiert.

Insgesamt jedoch ist „War for Heaven“ durchaus hörenswert. Muss ja nicht immer Kaviar sein.

 

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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