Albumcheck | Civilization Under Threat von Potential Threat SF

potentialthreat

Potential Threat SF zogen bereits 1987 mit Größen wie Slayer und Death Angel durch die Gefilde der großen Bay Area Hartwurstkultur. Wer jetzt gut in der (Metal)Schule aufgepasst hat , erwartet vermutlich nichts geringeres als explosiven Thrash Metal…und liegt damit  fast richtig.

Denn das mittlerweile zweite Album der Kapelle ist in erster Linie eines: Sehr strukturiert und technisch orientiert. Die Mannen lieben das Midtempo und  oft wünscht man sich ein wenig mehr Drive. Gerade die ersten Songs neigen recht stark dazu, vor sich hinzuplätschern und wollen nicht so recht zünden. Man wartet immer auf einen „Ausbruch“, aber…ne, irgendwie will das nicht.

Aber…

Ab der zweiten Hälfte des Longplayers wird dann doch noch die Ernte eingefahren. Insgesamt wird die Eingängigkeit dann auch von angemessener Heavyness unterstützt und auf stimmige Soli gesetzt. Die häufig eingestreuten Chor-Passagen lassen Hardcore-Feeling aufkommen und wirken nie deplatziert.  Als Anspieltipps seien hier vorallem „Edge of Sanity“ und „Behold The End“ empfohlen. Letzterer Track ist auch mit einer Spielzeit von 8:59 (!) das längste Stück , wird aber zu keiner Sekunde langweilig. „Der letzte Track ist dann der Arschtritt , den man sich auch für den Anfang gewünscht hätte und einen gelungenen Abschluss bildet.

Soundtechnisch gibt`s wenig zu meckern, alles kommt differenziert und nicht überproduziert durch. Gesanglich kann Mike größtenteils überzeugen und bietet das typische Reibeisenorgan zum textlich düsteren und kritischen Background.

Fazit: Anfangs eher Mittelmaß, später überzeugend und in bester Tradition des 80er-Bay Area Sounds. Wem`s nichts ausmacht, dass Kollege Hardcore ab und zu vorbeischaut, sollte die insgesamt gute Scheibe ruhig mal antesten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.