Konzertcheck Wacken 2013 | Anthrax: Milzbrand, Matsch und Metal

Vor Anthrax, einer der legendären „Big Four“ (zusammen mit Metallica, Megadeth und Slayer) des Thrash Metal, spielten nebenan Lamb of God.

Bis zu diesem Gig war es überwiegend trocken gewesen, nun hingegen schüttete es wie aus Eimern. Innerhalb kurzer Zeit kam eine gewaltige Menge Wasser herunter.   Und das war gut so, denn am Vortag strengte die enorme Hitze (dabei bin ich Saunagänger!) mich armen alten Mann sehr an. Allerdings mochte die Kamera nicht mehr.

Diese Sintflut hielt exakt so lange an, bis die Vorgänger fertig waren. Pünktlich zu Anthrax (nachdem die Bühne schleunigst entwässert worden war)  wieder die Sonne durch. Das kann doch kein Zufall gewesen sein?

Anthrax.  Kein Erbarmen! Keine Atempause!  Wir wollen LÄRM!

Die brodelnde Menge entpuppt sich als nicht weniger textsicher als das Publikum von Rammstein. Obgleich das schon wegen des Tempos wesentlich schwieriger sein dürfte.

Ich bin ganz weit vorne. Dritte Reihe.  Kein Gedrängel. Kein Geschiebe. Zwar eng gepackt,  aber noch ausreichend Platz zum Stehen. Und zum Headbangen!

Zwei weitere Reihen hinter mir bildet das restliche Feld, angestachelt von Sänger Joey Belladonna, ein wirklich gewaltiges Moshpit. Oder besser: ein Matschpit. Schlamm fliegt bis zu drei Meter hoch.

Die Suhle, gefüllt mit feinstem Modder aus Wasser, Ackerkrume und darin versickerter Gülle, verteilt sich schnell auf die Fans. Nachteil: Crowdsurfen wird für die Transporteinheiten ebenso schmierig. Geile Party! Dazu passt natürlich Madhouse. Wahnsinn.

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