Albumcheck | Six Magics: Falling Angels

Aus Chile sind die? Und dann noch mit Frau am Steuer, äh, am Mikrophon? Progressive Metal, was soll der Kack?
Gemach, Leute.  Six Magics sind immerhin schon mehr als eine Dekade unterwegs, und das vorliegende Album Falling Angels hat auch schon ein Jahr auf dem Buckel. Das Zeug ist schon etwas heißer als es auf den ersten Blick und das erste Hör scheint. Und doch- irgendwie fehlt etwas.

Beim Umgraben von DUSSPH (Dem Ulf

sein sagenhafter Plattenhaufen) kam das Tonträgerchen zum Vorschein. Erstes Gefühl: Cover sieht nach Gruftkäse aus, Progressive Metal klingt nach überintellektualisierter Gehörmisshandlung, der Bandname „Six Magics“ nach lächerlicher Comicdrachen-Fantasymucke.

Kurze Beschreibung der Musik: Ein Sound zwischen den klassischen Uriah Heep, Therion (Theli etc.) mit einem Schuss Satriani und Vai gewürzt. Die Riffs -teilweise mit Reminiszenzen an Rammstein–  sind ruppiger als man meint, dazu orchestrale Teppiche und Chöre bis hin zur Monumentalität. Hat was. Wennn dazwischen nicht so Europe-mäßige Popanklänge wären wie das grausam misslungene „Do You Remember?“, welches vor trivialem Kitsch nur so trieft und auch unter dem Label Hard Rock nicht wirklich ernstgenommen werden könnte.

Die Platte ist nicht übel. Aber irgendwie zu viel Butterkaramell. Und  irgendwie fehlt etwas. Das Gewisse.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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