Albumcheck | Årabrot: Årabrot

Musik kann so angenehm hässlich sein: wenn Stoner Rock von Black Metal inspiriert zu werden scheint, da stecken meistens Årabrot dahinter.

Die norwegische Combo hat bereits im vergangenen Jahr mit der unaussprechlich
„Mæsscr“ benannten EP demonstriert, wie sie sich Musik vorstellen.

Nun haben wir eine neue (bereits seit einigen Monaten im Plattenstapel versackten) vollständige CD. Selbstbetitelt „Årabrot“. Zehn Titel sind darauf, in denen gelegentlich Teufel und so auftauchen.

Der Sound ist mehr als schnodderig- man möchte fast sagen er sei tuberkulös. Die Gitarre klingt schwindsüchtig ausgehustet und röchelt garstig zum bedrohlichen Klopfen des Schlagzeugs.

Dies liefert das Fundament für einen Gesang, der so klingt, als versuche sich ein Zombie mit halb verrottetem Kehlkopf an Growling.

Black ohne Metal sozusagen. Klingt erstmal gut und macht Spaß. Leider fehlt es dem Album und den Songs etwas an Abwechslung, so dass bei nicht auf Stoner Rock oder Black Metal abonnierten Hörern mit der Zeit Spannung und Interesse nachlassen dürften. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall. Wobei Årabrot gewiss nicht jeden Geschmack treffen.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.