Albumcheck | Erimha: Reign Through Immortality

Irgendwie ist Kanada ja auch Norden, und Elche gibt es dort genau wie in Norwegen, insofern ist es nur konsequent, wenn auch dort Black Metal gedeiht (falls man von „gedeihen“ sprechen darf), der erinnert an norwegische Düstermänner wie beispielsweise vor allem „Emperor„.

Auch die Neigung zu seltsamen Künstlernamen, seltsamer Kriegsbemalung und die Liebe zu irgendwelchen unbekannten Begriffen abseitiger untergegangener Kulturen passt: „Erimha“ ist ein sumerischer Begriff und heißt sowas wie Legion, laut Infomaterial jedenfalls.

Der Longplayer „Reign Through Immortality“ ist der mesopotamischen Armee zweites Vollwertalbum und verzichtet freundlicherweise auf den „unkommerziellen“ Kellersound, so dass sich die Musik tatsächlich als solche beurteilen lässt. Auch wenn die Musik durchaus erfreulich ist, ein Brett aus bis zum Anschlag malträtierten Gitarren und übelst geschundenem Schlagzeug mit symphonischem Teppich-Keyboard: mir fehlt das Wilde. Und die Abgrenzung zu den eingangs erwähnten Emperor, an die der Sound geradezu übermächtig erinnert. Obwohl das natürlich auch eine Art Qualitätssicherung bedeutet.

Fazit: Sympathisch böse, etwas amüsant, aber zumindest Schwarzmetaller sollten reinhören!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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