DVD-Check | Udo Lindenberg & Das Panikorchester – Ich mach mein Ding – Die Show

Die spektakuläre Supershow „Ich mach mein Ding“ war wohl die opulenteste und erfolgreichste Tour, die Udo Lindensberg jemals durch die Republik geführt hat. In einem riesigen Zeppelin schwebte er auf die Bühne herab und ließ dann gute zweieinhalb Stunden standesgemäßen Panik-Rock folgen.

Ja, ich weiß, lange genug war Udo Lindenberg mehr als „out“ und niemand mochte ihn hören. Mit seiner gleichnamigen CD sorgte Udo allerdings für Furrore. Auch vielleicht, weil die Zusammenarbeit mit Jan Delay so gut passte und für Schlagzeilen sorgte. Auf einmal war Udo in aller Munde.

Die komplett ausverkaufte Tour hielt alles bereit, was der Fan sich nur wünschen konnte: So gab es ein erstklassiges Repertoire das nur aus Lindensberg -Hits bestand, eine bunte und actiongeladene Bühnenshow, die einen Höhepunkt nach dem anderen folgen ließ, eine ganze Reihe hochkarätiger Gastmusiker und nicht zuletzt ein Publikum, das jeden Song wie einen guten Bekannten mit Jubel und Euphorie begrüßte. Nie war Udo Lindensberg so groß wie heute, und die letztjährige Tour dürfte nicht nur das Highlight in seiner Karriere sein, sondern auch der Höhepunkt des deutschen Rock und seiner Bühnenpräsentation.

Für „Ich mach mein Ding – Die Show“  hatte sich Udo zugleich den Regisseur Sven Haeusler ins Boot geholt, der den knapp 160 Minuten langen Mitschnitt der Show in Szene setzen konnte. Wirklich gelungen, wie wir denken. Denn die ansonsten intensive Atmosphäre der Lindensberg-Konzerte wurde sehr gut umgesetzt. Die Gastauftritte werden zudem hautnah gezeigt und das panische Fieber im Publikum springt direkt über. Die Bild- und Tonqualität zeigt einem das Gefühl auf, selbst dabei zu sein. Technisch gibt es hier wirklich sehr wenig einzuwenden. Abgerundet wird das Werk mit zwei zusätzlichen Features auf der DVD und Blu-ray: Neben einem 24-minütigen „Making Of“ von Hannes Rossacher gibt es eine Diashow mit 60 Fotografien von Tine Acke, die mit dem Song „Das Leben“ unterlegt ist.

Und somit können wir das Werk mit ruhigen Gewissen empfehlen.

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