Albumcheck | Minus the Donkey von Trace

Trace kommt aus Lindlar, einem Ort im Bergischen Land. Ob die Jungs nun von Langeweile getrieben waren, ist uns nicht bekannt. Und mit Verlaub, mit 21.989 Gemeindemitgliedern kann einem schon einmal langweilig werden. Wenn man dann noch Vorbilder wie die Rolling Stones, The Doors, Oasis oder Arctic Monkeys hat; noch dazu in einer Bierlaune Bock darauf hat, Musik zu machen, dann kann es auch schon mal passieren, dass man eine Band gründet. 

Und so kam es, das man dann irgendwann Songs geschrieben hat, diese „geübt“ hat und irgendwann kam dann eine Platte names „Minus the Donkey“, die sich im Look von Indie-Rock mit Einflüssen der Singer/Songwriter- und Beatmusic-Ära der späten 1960er Jahre präsentiert. (Übrigens schon das zweite Werk der Band)

Mittlerweile sind die Jungs nach Köln gezogen. Kein unkluger Schachzug, ist die dortige Club-Kultur doch extrem ausgeprägt.

Jeder Song auf „Minus the donkey“ entwickelt seinem eigenen Charakter und erweckt die Aufmerksamkeit des Zuhörers. Gutdurchdachte Loops und vermischte Genre verbinden sich mit englischsprachigen und teilweise sozialkritischen Lyrics.

Nichts wirkt aufgesetzt, nichts gekünzelt. Schöne Spannungsbögen wechseln sich mit harten Riffs ab. Doch auch ruhig geht es her. Immer mit dem nötigen würzigen Gespür für fesselnden Sound. „Minus the Donkey“ sprüht die Farben der Abwechslung an die Wand. Die Band zeigt sich auch im Songwriting ziemlich einfallsreich und wandlungsfähig. Die einzelnen Stilelemente sind sehr gut dosiert und passend eingesetzt.

Prädikat: Vielversprechender Geheimtipp!

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