Albumcheck | Love, Lust, Faith & Dreams von 30 Seconds To Mars

Ein ereignisreicher Tag für alle 30STM Fans. Freitag war es soweit. Nach vier Jahren stand die VÖ des neuen Albums „Love, Lust, Faith & Dreams“ von 30 Seconds To Mars an. 

Unter den Twitter Usern in Deutschland waren 30STM nicht das Gesprächsthema. Ein übles Zeichen. Freitag war wieder ein Tag der 1000-VÖs. Es waren Schlagzeilen zu lesen: „…sind zurück! | Das Album über das die ganze Welt spricht“ titelte die Bild in ihrer Online-Ausgabe.“…. Phantome der Disco“ schreibt Zeit Online.de.

„……: Die Herzschrittmacher“ sendet der Tagesspiegel durch den Äther.

Doch es ist nicht der langerwartete Longplayer „Love, Lust, Faith & Dreams“ von 30 Seconds To Mars der solche Begeisterungsstürme auslöst, sondern das Album „Random Access Memories“ von Daft Punk, das alle Grenzen sprengt. 30STM hätten sich keinen ungünstigeren Zeitpunkt auswählen können, um ihr Werk zu veröffentlichen.

Schon die Vorab-Single „Up in the air“ hat die Fans der amerikanischen Band um Sänger Jared Leto in zwei Lager gespalten. Natürlich erinnern wir uns an das Vorgänger-Album „This is war“, auch hier gab es Kontroversen. Schon beim letzten Album hat man der Band vorgeworfen, einen kommerziellen Weg einzuschlagen. Über drei Jahre lang war 30STM auf Tour……Konnte sich sogar mit der über 300. Show innerhalb einer Album-Periode ins Guinness- Buch eintragen lassen. Zwischenzeitlich gab es immer wieder Kritik. Und auch Lob.

Bei „Love, Lust, Faith & Dreams“ wird dies nicht anders sein. Ganz im Gegenteil, der erste Eindruck erweist sich als noch schlimmer als befürchtet.

Man darf nicht mit den Augen eines fanatischen Fans an die 12 Tracks heran gehen. Aber auch nicht mit den Ohren eines enttäuschten Anhängers lauschen.

Vielmehr gilt es die Weiterentwicklung zu beachten. Die feinen Nuancen herauszuhören. Die letzten drei Alben von 30 STM waren einzigartig und in ihrem Stil unterschiedlich. Jeder Longplayer hatte seine Wirkung auf unterschiedliche Weise beim Ohrenzeugen erreicht.

Handwerklich ist die neue Scheibe sehr gut gemacht. Eine neue Entwicklung ist ebenfalls zu vernehmen. Leider droht man hier mehr als je zuvor im Mittelmaß zu versinken. Dennoch: 30 STM haben neue Einflüsse eingewebt, die ggf. auch auf die außer-genre-mäßigen Erfahrungen eines Shannon Leto zurückzuführen sind. So lassen sich mehr Dance und DJ-Einflüsse vernehmen. Die muss man jetzt nicht unbedingt gut finden.

Und obwohl Tomo weniger gitarristische Einsätze hat, kann er auch hier wieder mit seinem Geigenspiel brillieren. Der Funke von  „Love, Trust, Faith & Dreams“ springt nicht sofort über. Vielmehr bedarf das Album einiger Spielzeit, um es gut zu finden. Und so ist der Longplayer eher eine Fortsetzung von „This is war“ als eine Neuentwicklung.

*Dieses Review wurde in Eigeninitiative erstellt. Uns wurde kein Promo-Material zur Verfügung gestellt.

2 Comments

  1. K. sagt:

    Lieber Autor, der Artikel ist zwar OK (man muss nicht alles mögen, auch wenn ich persönlich das Abum für sehr gelungen halte). Aber der zitierte Albumtitel ist falsch: es heiist nicht Love TRUST Faith and Dreams, sondern Love LUST Faith and Dreams. Natürlich kann ein solcher Faxpas passieren, es zeigt aber leider auch, wie intensiv Sie sich mit dem Album beschäftigt haben…

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