Albumcheck | Carry Me Down von Lasse Matthiessen

Im Summer 2011 ging Lasse Matthiessen mit seinem guten Freund Ian Fisher zu einem Wohnzimmerkonzert in Berlin. Weil sie früh ankamen, hatten sie Zeit über Lasses geplantes Album zu reden.

Irgendwann fragten sich die Beiden: „Warum nehmen wir den Song nicht zusammen auf“? Monate vergingen und Ian und Lasse fanden sich wieder auf einem Wohnzimmerkonzert. Ian hatte die isländische Songwriterin Halla Nordfjörd eingeladen und sofort, als sie anfing zu singen, wussten die beiden, dass Halla genau diejenige war, die das Album brauchte. 

Man traf sich erneut und fing dann auch an, an einem Album zu arbeiten. Herausgekommen ist das Werk „Carry Me Down“, welches seit dem 24. Mai auf Solaris Empire erhältlich ist.

Anfang März 2012 trafen sich die drei Musiker in einer kleinen Hütte an der Südküste Norwegens wieder. Nicht gerade ein beschaulicher Ort, um an einem Album zu arbeiten. Wie man sich vorstellen kann,war es eisig kalt. Zudem schneite es ununterbrochen während der raue nordische Wind peitschte und die Wellen gegen die steinige Küste schlugen.

Aus diesem Grund handeln die Tracks auch von Winter, Herbst, Eis, Tod und zerbrochener Liebe handeln? Wären die acht Songs nicht von solcher Süße, könnte man meinen, sie könnten als Soundtrack für einen Horrorfilm dienen. Nicht weil sie so dramatisch sind. Nein, eher sind sie auf ihre eigene Weise unheimlich.

Bei all der Melancholie und Traurigkeit muss man jedoch aufpassen, dass man nicht einschläft, denn hin und wieder ermüdet man ein wenig. Dies mag aber eher daran liegen, dass die Album-Veröffentlichung für Deutschland im Mai angesetzt wurde und nicht im November oder Dezember.

Trotzdem ist das Werk durchaus hörenswert.

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