Albumcheck | The New Black von JanizLee

Was, grau ist das neue Schwarz? Oder eher umgekehrt? Ganz im Gegenteil. „The New Black“ ist das erste Solo-Album von Jenny Leistner aka Janiz Lee. Die Arbeiten zum Longplayer begannen bereits im Mai 2012 unter der Fuchtel von Matthias Lange. 

Herausgekommen ist ein Silberling mit insgesamt 13 Tracks, die sich im Bereich Pop, Punk und Rock bewegen. Die 23-Jährige ist vielen Erzgebirgern durch ihre Auftritte beim Wettbewerb Erzi-Star bekannt, bei dem sie 2011 den vierten Platz belegte. Mittlerweile hat die Sängerin fünf Musiker um sich gescharrt. 

„Wir setzen uns beim Songwriting keinerlei stilistische Grenzen“ gibt Janiz zu Protokoll. Von daher sprühen ihre Songs auf voller unterschiedlicher Genres. Und genau hier liegt m.E. der Knackpunkt der Scheibe.

Ich sehe Janiz eher als das deutsche Pendant von Hayley Williams, Frontsängerin von Paramore.

Obwohl der Longplayer ein buntes Potpourri an Sounds bietet, sind mir die Tracks häufig zu poppig und glatt ausgelegt. Mir gefällt die rockige Schiene von Janiz und ihrer Band, welche fast schon in den Alternative Bereich geht, definitiv besser. Auch die ruhigeren Songs, die sehr Gitarrenlastig sind und die zarte Stimme der Protagonistin besser hervorheben, stehen bei mir ganz oben auf der Liste.

Stimmlich hat Janiz ein wirklich großes Potenzial. Sie könnte deutlich mehr auf die Pauke hauen. Mensch Mädel, schrei doch einfach mal ins Mikro. Und das ist kein Spruch, denn nachdem ich mir die zahlreichen Live-Aufnahmen auf Youtube angeschaut habe, weiß ich, dass Janiz dies wirklich drauf hat.

Laut dieser Schlussfolgerung müsste ich eigentlich davon ausgehen, dass dieser stimmliche Verlust (ich nenne es jetzt mal so) der Produktion zu schulden ist. Okay, auch wirklich hochkarätige Künstler können sich keine Aufnahmen in Nashville leisten. Und bei einem Newcomer gestaltet sich dies wohl auch etwas schwierig.

Wie schon angemerkt, verbirgt Janiz Lee wirklich großes Potenzial. Bevor ich jetzt hier das Album ganz schlecht rede oder gar zerreiße, möchte ich daran erinnern, dass der Silberling gelungen ist und sicherlich seine Berechtigung hat.

Wir freuen uns auf die zukünftige Entwicklung,  bedanken uns für die Zusenden der signed CD und Wünschen definitiv viel Erfolg weiterhin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.