Albumcheck | Tape Deck Heart von Frank Turner

Frank Turner, weitgereister Troubadour und bodenständiger Folk-Punk-Held hat sein Album „Tape Deck Heart“ auf den Markt gebracht. Seit dem letzten Jahr ist im Leben des Briten viel passiert. So spielte der 31-Jährige sein bisher größtes Solokonzert vor 12.000 Fans in der Londoner Wembley Arena, drei Monate später folgte er der Bitte von Regisseur Danny Boyle und eröffnete gemeinsam mit Paul McCartney, Snow Patrol und Duran Duran die Olympischen Sommerspiele in London.

Dabei begann seine Karriere einst als Sänger der Hardcore-Band Million Dead. Kaum zu glauben, dass Frank Turner nun seichte Folk-Musik macht. Und das auch mit Erfolg. Das nun Turners fünfte Studioalbum, welches nun unter der Regie von Produzent Rich Costey (Muse/Interpol/Franz Ferdinand/Weezer) in den Eldorado Recording Studios von Burbank/Kalifornien entstanden ist, hat es wirklich in sich.

Thematisch bewegt sich sein Werk nicht nur um die Folgen verwelkter Liebe und die damit einhergehenden Emotionen. Ferner sollte der Longplayer eine Spielzeit von nicht länger als 45 Minuten haben.

„Wir hatten rund 25 Songideen, als wir uns ins Studio begaben“, erinnert sich der Sänger, „und nicht alle davon waren wirklich gut. Also dampften wir das Material auf die besten zwölf Songs zusammen. So passt es auch ganz wunderbar auf eine Seite einer C90-Kassette.“

Frank Turner bedient sich weiterhin an den, für ihn typischen, Klangstrukturen. So entpuppt sich der Silberling als eine tolle und durchdachte Platte, die mit einer großartigen musikalischen Mischung noch jeden vom Hocker haut. Neben fetzigen Songs gibt es ruhige, meist mit akkustischer Gitarre untermalte Songs, zu hören.

Zwar bewegt sich Frank Turner nicht auf neuen Pfaden, sonder sorgt mit altem Konzept für Abwechslung. Hier liegt jedoch genau der Knackpunkt. Eine gewisse Weiterentwicklung hätte man dem Sänger doch zugetraut.

Dennoch hat Frank Turner sehr solide Arbeit abgeliefert.

 

  • 05.09.2013 Dortmund, FZW
  • 06.09.2013 Bremen, Schlachthof
  • 08.09.2013 Berlin, Huxley’s
  • 09.09.2013 Hamburg, Große Freiheit 36
  • 10.09.2013 Hannover, Faust
  • 11.09.2013 Wiesbaden, Schlachthof
  • 12.09.2013 München, Backstage Werk
  • 14.09.2013 Lindau, Club Vaudeville
  • 19.09.2013 Stuttgart, Longhorn
  • 20.09.2013 Köln, E-Werk

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