Albumcheck | Outlaw Gentlemen & Shady Ladies von Volbeat

Volbeat haben am 05. April ihr neues Werk „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ auf den Markt geschmissen. Es wurde dazu kräftig die Werbetrommel gerührt. Doch der Longplayer spricht eigentlich für sich und bedarf keiner großen Werbekampagne.

Mit dem Song „Cape of our Hero“  haben sie schon einmal vorgelegt. Auch wenn es so manch eingefleischtem Fans nicht unbedingt schmecken muss, ist der Track doch sehr radiotauglich gestaltet. Was dem einem Leid ist des Anderen Freud. Wie schlägt sich der Rest des Albums?

Betrachten wir uns also die einzelnen Tracks. Los geht es mit „Let’s Shake Some Dust“, der eigentlich ein eineinhalb Minütiges Intro ist.  Das Intro stimmt bereits gut in das Album ein und hat mit seinen Mundharmonika – Einblendungen das gewisse Etwas. Nachfolgend dann der wirkliche Opener  „Pearl Hart“, der mit einer sehr harmonischen Melodie brilliert.

„The Nameless One“ ist der erste Kracher. Mit einer Mischung aus Hardrock und Metal heizen Volbeat so richtig ein.  Irgendwie Westernmäßig. Weiter geht es mit „Dead But Rising“ der dem ganzem noch ein erstes Krönchen obendrauf setzt. Trotz harter Metalriffs wurde der Track sehr melodisch gehalten und ist extrem vielschichtig. „Cape of our Hero“ ist der Song, der in den Radiostationen bereits schon länger zu hören ist und aus dem sich ein wirklicher Hit entwickeln kann. Bei „Room 24“ haben sich Volbeat King Diamond ins Boot geholt. Dreckige Gitarrenriffs verschmelzen gekonnt mit dem eindrucksvollem Gesang von Michael Poulsen und King Diamond. Mein absoluter Favorit ist der Song „The Hangman’s Bodycount“. Sehr treibend und dynamisch, zugleich setzt sich das melodische wieder einmal durch. Sehr geil.

Mit „My Body“ hat sich die erste Schwachstelle gefunden, da sich die dynamischen Klangstrukturen im Gegensatz zu den anderen Tracks doch eher vermissen lassen. „Lola Montez“ hingegen sorgt jedoch wieder für gute Stimmung. Man muss also keine Angst haben, dass der Longplayer abflacht. Auf „Black Bart“ dominiert der Tempowechsel. Schnelle Drums und Gitarren sind maßgeblich charaktergebend für „Black Bart“.

„Lonesome Rider“ -> hier ist u.a. Sarah Blackwood der Star. Die Symbiose ist sehr gelungen und hier kommt auch das hervoragende Songwriting zum Tragen, denn wer hätte gedacht, dass die Songs einer Sängerin auf den Leib geschneidert werden können? Hier hat man den Fokus auf  Rock’n’Roll-Rhythmus gelegt. Hinzu kommen etwas leicht funkige Gitarren. SEhr erfrischend. „The Sinner is You“ ist ebenfalls sehr massentauglich gestaltet, aber auch nicht unbedingt schlecht. Man hört gern ein zweites Mal hin.

„Doc Holliday“ und „Our Loved Ones“ leuten das Ende des Longplayer ein, der im Gesamtkonzept gut gelungen ist. „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ hält was es verspricht. Angenehme Rock/Metal Musik, die ein bisschen weichgespülter ist, aber trotzdem die geniale Härte nicht vermissen lässt.

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