Singlecheck | Up in the air von 30 Seconds to Mars

Mit großem Karacho und Pipapo ist die neue Single „Up in the air“ von 30 Seconds To Mars in den Himmel geflogen. Sogar die NASA war an dem Single-Debüt beteiligt. 

Das heißt, der Song wurde offiziell auf der SpaceX CRS-2, dem Raumschiff der aktuellen NASA-Weltraumexpedition, vorgestellt. Der Werbeeffekt ist sehr gut gewählt. Zudem ist „Up in the Air“ der Vorbereiter für das neue Album „Love, Trust, Faith +Dreams“, welches im Mai veröffentlicht wird. 

Schon beim Interview mit Tomo (noch zu „This is war“-Zeiten) stellte ich die Frage „Is it possible to increase it?“ Tomos Antwort: “ I don’t know. Maybe increasing is the wrong word. I think our next album will not be louder, bigger or faster. It just will be different. The idea is to being creative. The goal is to being innovative and to keep challenging being creative. We don’t want to repeat ourselves. That’s the goal. Not to make a bigger or better album, just to make a different album.“

Und dass schon allein die Single „Up in the air“ sehr different geworden ist, kann ich nur bestätigen. Nun kommt etwas, was vielleicht nicht jeder Fan gern hören möchte. Mein erster Eindruck der Single: man ist das „scheiße“. Nach zwanzigmaligem Hören, erkenne ich dan doch eher die Feinheiten des Songs. Es ist wirklich schade, dass man so lange Zeit benötigt, um sich darauf einzulassen. Wohingegen die Scheibe damit quasi zum Wiederholungseffekt einlädt, weil man ja noch solange bis zum Album warten muss.

Dabei fällt mir auf, dass der Track „Up in the Air“ zahlreiche Elemente von dem alten Album aufweist. Trotzdem wirkt das Endprodukt sehr poppig und m.E. läuft 30STM in Gefahr ihre „Alternative-Identität á la The Kill“ zu verlieren. Da ist man auf einen Zug aufgesprungen, den schon so manch amerikanischer Künstler mitgezogen hat. Natürlich entwickelt sich eine Band weiter, gar keine Frage. Doch sehr Mainstream. Der Masse und der jüngeren generation von Fans wird’s gefallen. Dieser Umstand an sich ist auch nicht schlecht. Real gesehen, hat sich die Qualität der letzten Konzerte schon enorm verringert.

Ja, ich weiß, es tut weh.

Aber als Reviewer bin ich auch schon ein paar Jährchen älter und kann Künstler wie z.B. Depeche Mode betrachten, die sich in über 30 Jahren Band- und Song-Geschichte zwar nicht immer positiv verändert haben, aber immer noch da sind. Ob dies 30 STM gelingt, steht in den Sternen.

Auch die Stimme des Leadsängers Jared leto bleibt hinter ihren Möglichkeiten. Ich habe Fragezeichen im Kopf und hoffe, dass der Longplayer ein besseres Verständnis zur Entwicklung der Band aufzeigt.

Fragt mich in einem Jahr noch mal, vielleicht kann ich mich dann mit „Up in the Air“ identifizieren.

Anmerkung: Dieses Review ist in Eigeninitiative entstanden. Weder von einem Label, einer Promotionagentur oder von 30STM wurde uns dementsprechendes Material zur Verfügung gestellt. 

 

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