Albumcheck | The 20/20 Experience [Deluxe Version] von Justin Timberlake

Lange Zeit war es ruhig um Justin Timberlake. Neben zahlreichen Hollywood-Filmen hat er hauptsächlich mit seinem Privatleben von sich Reden gemacht. Musikalisch ist es eher ruhig um ihn geworden. Nach einer sieben Jahre andauernder Abstinenz hat sich JT Anfang 2013 mit einer neuen Single zurückgemeldet: “Suit & Tie” featuring Jay Z.

Der Track “Suit & Tie” schaffte es in 31 Ländern auf Platz Eins der iTunes-Charts. Ein schicker Vorankünder für das dritte Studioalbum „The 20/20 Experience“. 

Schon der Opener ist orcheastral gehalten. Etwas ungewöhnlich für Justin Timberlake. Die zweite Single Auskopplung “Mirrors” hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Sie klingt nach dem  Justin, den man noch von “FutureSex & LoveSounds” kannte.

“The 20/2o Experience” gibt sich äußerst experimentierfreudig. Neben dem klassischen Popsound  seiner früheren Tage findet man zahlreiche klangvolle Einzelstücke. Textlich sind sie zwar nicht mit Brillanz gesegnet, aber dies erwartet man auch nicht von Justin Timberlake. Der Longplayer verblüfft also eher mit seinen vielen Facetten. So kommen die neuen Klänge und die experimentellen Einflüsse sehr gut zur Geltung, den sie passen zu einem gereiften JT.

Das Werk knallt einen zwar nicht auf Anhieb weg, sondern beschert schöne Momente, für die man auch mal etwas Zeit erübrigen möchte. Damit folgt Justin Timberlake seinem eigenen Gespür und springt nicht auf den derzeitigen amerikanischen Einheitsbrei seiner Kollegen auf.  Und das gefällt. Mit dieser Platte dürfte JT sicherlich ein paar Fans dazu gewinnen. Er ist erwachsen geworden und dies ist deutlich hörbar.

Gut gemacht! Sehr gute Songstrukturen, schöne Klangteppiche und anspruchsvolles Songwriting.

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