Albumcheck | Pocket Symphonies von Sven Helbig

Nachdem wir bereits gestern über das Album „14“ von David Garrett berichtet haben, beschreiben wir heute das Werk „Pocket Symphonies“ von Sven Helbig, welches ebenfalls gestern auf dem Deutsche Grammophon Label erschienen ist. 

Der Komponist und Produzent Sven Helbig hat mit  seinen neuesten Kompositionen auf  „Pocket Symphonies“ ein beeindruckendes Monument erschaffen. Die sinfonischen Perlen entfalten mit voller Wucht und Tiefe eine anmutende Kraft, wie man sie nur selten erlebt. 

Den zwölf kurzen Stücken für Orchester und Klavierquartett liegen ganz unterschiedliche  Bilder zugrunde. Eines haben sie indes alle gemeinsam. Sie erinnern an Filmmusik. Diese einprägsame Bildsprache war von Helbig beabsichtigt.

„Harmonien und Melodien, die etwas erzählen wollen, werden nur noch im Film verwendet. Auf der Bühne ist das ja verpönt. Doch  wohin will man nach Stockhausen mit der sogenannten Neuen Musik noch gehen? Sowie man  eine schöne Melodie schreibt, die zudem noch reflektiert, was man als heutiger Künstler empfindet, entsteht die Assoziation zum Film. Viele Komponisten wären total verunsichert, wenn man  ihre Musik mit Filmmusik vergleichen würde. Ich finde das hingegen schön, denn diese Stücke sind kleine Spaziergänge durch das Leben.“

Und so hat Sven Helbig wahre Symphonien erschaffen, die man, dank der heutigen Technik, auch einfach mal so in die Tasche stecken kann und mitnehmen kann. Besonders der monumentale und orchestrale Hintergrund beeindruckt mit seiner Nachhaltigkeit. Das Klangerlebnis wird zudem durch die herausragende Aufnahmetechnik komplettiert.

Alles ist an seinem Platz. Nichts wirkt überkandidelt oder gar aufdringlich. Faszinierend auch die feinen Klangteppiche, die sich zart ineinander weben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.