Albumcheck | Bone & Marrow von Alcoa

Derek Archambault hat nun sein Soloprojekt Alcoa gestartet. Der Frontmann der Band Defeater, die eigentlich im Bereich Punk und im Hardcore unterwegs ist, zeigt eine ganz andere Seite von sich selbst. Auf „Bone & Marrow“ präsentiert der Sänger seine ganz eigene Umsetzung von Countrymusic. Ebefalls können Rock und auch Blues Einflüsse definitiv nicht verleugnet werden. 

So richtig abgeschmockt geht es zu. Man glaubt, man hat es mit jemanden zu tun, der sich gerade in einer Kneipe die Birne zu säuft, weil es mit der eigenen Beziehung nicht so richtig klappen will. Niedergeschlagenheit scheint hier das Nonplus Ultra. Auf dem Weg nach Nirgendwo. Anfänglich noch laut und durcheinander wandelt sich der Spannungsboger der Songs. 

Ferner gibt es lediglich die Akustikgitarre und die Stimme Archambaults auf die Ohren. Verstärkt wird der melancholische Effekt auch noch durch die Unterstützt und von Archambault’s langjähriger Freundin Alysson Eygnor. Mit ihrer zuckersüßen Stimme setzt sie ausreichende Kontraste, die den Wert der Tracks noch höher steigen lässt.

In den Songs steckt jede Menge Herz und als Ohrenzeuge leidet man augenscheinlich mit. Hinzu kommt, dass der Longplayer weder ein klassisches Country-Album ist. Die rockigen Elemente saugen das „dahinplätschern“ auf und wandeln es in eine gewisse Härte um. Und das gefällt uns.

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