Albumcheck | So close …so far von Lotus Feed

Bands wie The Chameleons oder The Cure, The Stranglers, The Sisters Of Mercy oder Joy Division. Dies sind die musikalischen Einflüsse der Band Lotus Feed, die (man höre und staune) aus Köln kommt. Obwohl die Stadt ja (nach aussen) eher von Regenbogen-Farben dominiert sein soll, präsentieren die Post Punker und Goth Rocker ihr Werk „So close…..so far“. Ganz düster und ohne buntes Treiben. Doch wohl auch ein bisschen eher nach New Wave klingend. 

Das soll aber nicht heißen, dass der 13 Song starke Longplayer farblos klingt. Und so scheiße klingen Lotus Feed wirklich nicht. Gewöhnen muss man sich an den Stil der Band auch nicht unbedingt. Man ist direkt mittendrin, statt nur dabei. Ich habe ehrlich gesagt, schlimmeres erwartet. Und gebrüllt wird auch nicht. 

Wieder einmal ein Album, welches positiv überrascht. Und manchmal lauste mich da wirklich der Affe. Irgendwie könnte man die Meinung erhalten, es handle sich nicht um den Sänger Alex, der seine Stimme zum Besten gibt. Sondern eher um Alison Moyet, die ihr Stimmvolumen nicht richtig ausschöpft. Da spielt einem der Gehörgang schon einen kleinen Streich. Keine Bange, ich habe kein grünes Kraut geraucht oder so.

In den Lyrics wurden dann kurzerhand persönliche Eindrücke verarbeitet, welche von der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter präsent sind. Und alles anderem was das Leben so zu bieten hat: Freundschaften, verflossenen Lieben und den ganzen Kram. Ihr wisst schon.

Von daher fällt das Ohrenmerk auf die treibende Kraft hinter den Texten: die Musik. Ja, die haben wir auch gehört und finden sie super! Vom Chameleos Klassiker „Second Skin“ mal abgesehen. Das Quartett schafft es spielend mit treibenden Bässen, präzise eingesetzten Drums und raumübergreifenden Gitarrensound eine gewisse mystische Atmosphäre aufzubauen.

Fazit: Da sind wir platt.

Prädikat: Kaufbefehl!

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