Albumcheck | Infusion von Unter Ferner Liefen

Nur noch vier Tage, dann hat das Warten für die Fans und auch für Unter Ferner Liefen ein Ende. Denn dann kommt das Album „Infusion“ auf den Markt. Ohnmächtig wird man davon sicherlich nicht, also benötigt man auch keinen ärztlichen Beistand, um sich dieses Werk auf die Ohren zu geben. 

In zwölf Song wanken die Jungs von UFL zwischen Indie-Rock und Elektro-Pop hin und her. Musikalisch geklagt wird in deutscher Sprache. Provokativ, keck, dennoch irgendwie ehrlich und authentisch. Die Texte handeln vom jungen Leben, Tanzgenen, Fremdgehen, Satelliten, leeren Wörtern, unserer Gesellschaft, Trennung und Liebe. 

So scheuen die Lyrics den Anspruch nicht, fast schon prosaisch zu wirken.

„WIR WAR’N NUR KOMPARSEN,
OHNE SCHEINWERFERLICHT,
UND HABEN VIEL ZU SPÄT KAPIERT,
DIE IM DUNKELN SIEHT MAN NICHT.“

Quelle: Komparsen

WIE WEIT REICHT EWIGKEIT
WANN IST MAN DENN BEREIT

Quelle: Wenn Du gehst

Neben den frechen Texten fällt auch die wohl kalkulierte Stimmungsmache namens Hintergrundmusik auf. Schwungvoll und mitreißend. Überlegt eingesetzte Piano-Passagen, Synth, Gitarre und Drums. Alles was man von guter Musik erwartet. Das Paperback und auch das liebevoll gestaltete Booklet mit sämtlichen Songtexten rundet das positive Hörbild ab.

Anspieltipps: 

  • Komparsen
  • So oder so
  • Sicherlich irgendwann

 

Prädikat: Es passt!

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