Albumcheck | Roulette von Blue

Morgen ist es soweit. Das neue Album „Roulette“ von Blue kommt in den Handel. Und mit weltweit über 20 Millionen verkauften Alben, zahlreichen Singles in den Top 10 der Charts und unzähligen Auszeichnungen können sich Blue beruhigt zurücklehnen. Gehören sie doch zu den erfolgreichsten und beliebtesten Pop Acts aus England.

Lee, Duncan, Antony und Simon haben sich für ihr neues Studioalbum „Roulette“ein wenig Zeit gelassen. Ihre erste Singleauskopplung „Hurt Lovers“ erschien jedoch bereits am 04. Januar und konnte einen kleinen Vorgeschmack auf den kompletten Silberling bieten. Wie nicht anders zu erwarten, schoss die Single direkt in die deutschen Top-Ten. 

Was für ein Comeback! Naja, und dann nahm sich Matthias Schweighöfer den Song an und wählte ihn zum Titelsong seiner jüngsten Kinoproduktion „Schlussmacher“, die seit vergangenem Donnerstag in den Kinos läuft.

Blue waren m.E. nie als wirkliche Boy-Band zu betrachten, obwohl man sie gern in diese Schublade gesteckt hat. Doch ihre Musik war immer sehr anspruchsvoll, trotz der klassischen Pop-Einflüsse und dem äußerlichen Auftreten der Jungs.

Kommen wir nun zu dem 9 Song starkem Longplayer. Die Anzahl der Tracks ist schon einmal enttäuschend, zumal wir es vor ein paar Tagen noch mit dem Mini-Album von New Order zu tun hatten, welches 8 Tracks beheimatete. Regelmäßige Leser wissen, dass es bei weniger als 10 Songs immer „einen Sternchenabzug“ gibt.

Den Opener „Hurt Lovers“ haben wir euch bereits vorgestellt und mit auch mit Track zwei „Without you“ geht es in alter Blue-Marnier weiter. Die nachfolgenden Titel „Break my heart“ und „Ayo“ sind da schon eher übermäßig Pop-lastig angehaucht und können ihren Eurodance- oder auch R&B-Einfluss nicht verleugnen.

Welch eine Wohltat für die Ohren, dass Lied Nummer 5 (Risk it all) wieder mit Blue-Sound aufwarten kann. R&B-lastig wird es wieder mit „Heart on my sleeve“. Letztendlich bringt „We’ve got tonight“ richtig Schwung in die Bude. Ein Song, der so richtig auf eine Boyband passt und ein wenig an „Keep me hanging on“ von Kim Wilde erinnert. Einfach die Lautsprecher aufdrehen und ab dafür. Do what you like…..

Von dem anfänglichen leisen Klaviereinspielern in „Black Box“ sollte man sich nicht täuschen lassen, der Song hat es wirklich in sich und kann mit tollen Klangteppichen glänzen. Für mich einer der stärksten Lieder auf diesem Dreher.  Last but not least präsentiert sich „Break you down“ in einer leicht rockigen Version, die in seichtem und kuscheligem R&B endet.

Alles in allem ein sehr schickes Album.

Prädikat: Definitiv Hörenswert und nicht nur für Fans ein Muss! Also: reinhören und kaufen.

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