Albumcheck | In a Time Lapse von Ludovico Einaudi

Ludovico Einaudi gehört zu den führenden Vertretern der zeitgenössischen Minimal Music und gilt als Integrationsfigur einer Generation von Hörern, die feste Genrezuordnungen als obsolet betrachten. Der italienische Komponist und Pianist hat mit seiner Musik maßgeblich zum großen Erfolg des französischen Kinofilms „Ziemlich beste Freunde“ beigetragen.

Am 18. Januar hat Einaudi sein neues Album „In a Time Lapse“ auf Universal Music veröffentlicht. Insgesamt kann der Longplayer mit 14 Titeln glänzen. Diese bringen nicht nur eine gewisse Melancholie zum Ausdruck, sondern sind gleichzeitig Lebensbejahend und echt! 

Es geht um die Einsicht in die Endlichkeit des Lebens und ihren Effekt auf unser Fühlen und Erleben. Starke Worte zu starken Empfindungen. Sicherlich thematisch keine leichte Kost, musikalisch umso mehr. Einaudi kreiert einen bewegenden Soundtrack zu einer Art Lebensfilm im Zeitraffer, einem Phänomen, das etwa aus Schilderungen von Menschen mit einer Nahtoderfahrung bekannt ist.

Was jedoch schwerfällig klingt, entpuppt sich schon beim ersten Ohrwaschgang als wahre klassische und höchstanspruchsvolle Perle, bei der man bereits nach wenigen Sekunden bedauert, dass die Spieldauer vorbei ist. So legt sich ein magischer Schleier über die Melodien, wie man ihn nur unzureichend beschreiben kann. Wörter wie episch oder auch cineastisch sind nur Worthülsen, um den Liedern auch nur halbwegs Respekt zu zollen.

Unter Mitwirkung von Einaudis festem Ensemble, dem Streichorchester I Virtuosi Italiani, wurden die 14 neuen Kompositionen des Albums in einem abgelegenen Kloster bei Verona aufgenommen. Als prominenter Gastsolist ist Geiger Daniel Hope in vier Stücken zu hören.

ABSOLUTER KAUFBEFEHL!

3 Comments

  1. Claudi sagt:

    Ich glaube, so eine Musik muss man mögen. Wer eher auf Metall steht, wird hiermit sicherlich nur wenig Freude haben. Für alle anderen sind die Klänge aber eine wahre Freude.

  2. Schreckgespenster sagt:

    Das stimmt wohl

  3. Marco sagt:

    Ich finde es schön, sollten auch Metaller mal reinhören.

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