Albumcheck | Helloween: Straight Out Of Hell

Ein wenig schade ist, dass das „Anti-Weltuntergangs-Album“  erst fast einen Monat nach dieser kollektiven Wahnvorstellung von wahlweise Zerstörung oder aber „Bewusstseins-“ bzw. „Dimensionssprüngen“ erscheint. Wäre es doch der ideale Soundtrack der Nicht-Apokalypse gewesen.

Andi Deris von der deutschen Metal-Traditionskapelle Helloween erklärte dies frühzeitig zu Bullshit. Da Ihr diesen Text über das kommenden Freitag erscheinende neue Werk „Straight out of Hell“ lesen könnt, steht die Welt offensichtlich noch, und zwar diesbezüglich auf ziemlich soliden Füßen.

Natürlich muss man nicht dauernd das Rad neu erfinden. Niemand kann nur und ausschließlich wegweisende Platten erzeugen und neue Maßstäbe setzen. Mit „Straight out of Hell“ haben Helloween ein solides Stück Handwerkskunst abgeliefert, mit orchestral anmutendem Sound und viel virtuoser Gitarrenarbeit. Doch ohne den typischen leeren Bombast vieler Power-Metaller. Und ohne ein Übermaß an Schwulst.

Der, wie erwähnt, perfekte Soundtrack zu den dummen Mienen der Lügen gestraften Weltuntergangspropheten mit dreizehn Titeln wie zum Beispiel „Waiting for the Thunder“, „Burning Sun“ oder „World of War“.

Aber auch Songs wie „Nabatea“, der von einer vergangenen frühen Hochkultur im Nahen Osten erzählt. Dazu gehört auch die legendäre Felsenstadt Petra. Kultur und Geschichte ohne Fantasy. Lohnt sich, das Album. Auch für Nicht-Metaller.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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