Albumcheck | Dysto Fuzz von Fallen Trees

Die Schweden FALLEN TREES auf den Spuren der klassischen 60s-Westcoast-Bands LOVE und SPIRIT. Nun mag man sich fragen, was es mit der CD „Dysto Fuzz“ im Digipack-Format von STARGAZER RECORDS auf sich hat.

Nach dem Ende seiner ‚klassischen‘ Indie-Band BURST CITY beschloss EMANUEL ARVANTIS (Gesang, Gitarre), sich musikalisch dem zuzuwenden, wofür sein Herz wirklich schlägt:

Folk-infizierter 60s- / 70s-Westcoastrock à la LOVE oder SPIRIT. Gedacht und direkt danach gehandelt. Es entstand Fallen Trees. TOMAS LARSSON (Bass, Gesang), dessen älterer Bruder KALLE (Banjo, Mandoline) und MATS ABERG vervollständigen das in Malmö beheimatete Quartett, die nun mit ihrem Debütalbum ‚Dysto Fuzz‘ seine zwei wesentlichen Aspekte bereits im Titel trägt.

Inhaltlich geht es um eine Dystopie, also die ins Negative gekehrte Utopie einer gar nicht so fiktiven Gesellschaft. Und auf musikalischer Ebene das Fuzz Pedal, wo die Schweden höchsten Wert auf einen individuellen Sound legten und ihr ganz eigenes ‚Dysto Fuzz Pedal‘ in Auftrag gaben. Starkes Album, dessen düstere Grundstimmung das tolle Artwork wunderbar einfängt.

Und nicht nur dass das Werk so heißt, es versprüht auch dessen Charme. Rauh und dennoch liebevoll. Nichts für jedermann, dafür aber ein tolles Nischenprodukt, dass man sich hin und wieder doch mal ganz gerne anhört. Wenn man es schon nicht in einen der einschlägigen Clubs der schwedischen Heimat der Band schafft, dann sollte wenigstens die CD dafür hinhalten können.

Soviele Jährchen hat die musikalische Formation noch gar nicht auf den Rücken. Erst im Jahr 2010 haben sie sich zusammengetan, doch das schadet der Qualität des Longplayers überhaupt nicht.

Einfach mal reinhören und Spaß haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.