Albumcheck | Ekstasis von Julia Holter

Ektasis, so nennt sich das zweite Werk von der amerikanischen Sängerin Julia Holter. In Deutschland ist die Künstlerin noch weitgehend unbekannt. Macht aber nichts, wofür habt ihr unsere Redaktion. Wir machen schließlich hin und wieder auf solche Künstler aufmerksam. 

Wie auch in diesem Fall. Ausgestattet ist „Ekstasis“ mit 10 Tracks, die sich im Genre nicht wirklich festlegen lassen. Julia experimentiert viel, greift auf Synthie-Sounds der 80er zurück, lässt ebenso akkustische Instrumente wie Saxophon und auch das Schlagzeug zum Tragen kommen.

Neben eingängigen Melodien bekommt man vertrackte Arrangements auf die Ohren, welche mit eindrucksvoll komplizierten Klangstrukturen glänzen. Passend dazu die hauchende und zarte Stimme, die man mit Tori Amos, Kate Bush oder auch Brooke Fraser vergleichen kann.

Der erste Ohrwaschgang gestaltet sich kompliziert. Seine wirkliche Wirkung entfaltet der Longplayer erst nach mehrmaligen Hören. Anfangs sehr strange. Man muss bei „Ektasis“ auf die kleinen Nuancen geachtet werden, so viel ist sicher.

Für Mainstream-Hörer ist das Album nun wirklich nichts, da es sich sehr stark von ihm abhebt. Dennoch lohnt sich ein Öhrchen. Experimentell und nett gemacht.

 Anspieltipps: 

  • Our Sorrows
  • In the same Room
  • Four Gardens

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