Musikbuch | Blondie – Parallel Lives

Dick Porter und Kris Needs haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte von einer der innovativsten und ein flussreichsten Bands des 20. Jahrhunderts zu erzählen.

Die Rede ist von der Band Blondie, deren Frontfrau Deborah (‚Debbie‘) Harry  zu Idolen der New-Wave-Bewegung zählte. Die Musik der Gruppe imponierte den Fans, den Kritikern und auch andere Künstlerinnen. Cyndi Lauper oder Madonna, Lady Gaga, Gwen Stefanie und Pink haben versucht sie zu kopieren, aber dennoch nie erreicht.

Als kreative Triebfeder und pulsierender Kern von Blondie waren Debbie und ihr Lebenspartner Chris Stein, ein eigenwilliges und dynamisches Duo.

Gut beschrieben wird der Lebensweg der einzelnen Protagonisten der Band. Gestartet in New York. Nach kläglichen Versuchen endlich in der Punk- und New-Wave-Szene erfolgreich angekommen. Wie bei so vielen Bands prallten auch bei Blondie mit zunehmendem Erfolg die ausgeprägten Egos aufeinander. So brachten Drogenkonsum und geschäftliches Desaster den Absturz der Band. Und das im freiem Fall.

Tiefe Einblicke erhält der Leser auch in das Seelenheil von Blondie. Nicht nur der musikalische Aspekt wird betrachtet.  Wie zum Beispiel zu dem Zeitpunkt, als Debbie alles aufgab, um Chris zu pflegen. Nach dessen Genesung schaffte es Blondie auch wieder an an die Spitzen der Charts.

Die jahrzehntelange Freundschaft der Autoren mit den Bandmitgliedern legt Zeuge davon ab, wie es Blondie in den letzten Jahrzehnten ergangen ist, ohne die Farben bunt aufzutragen. Man erkennt, dass die Bandmitglieder Ecken und Kanten haben. Und genau dies macht den Flair des Buches „Blondie – Parallel Lives“ aus. Auch wenn man kein Fan dieser Band ist, überzeugt das Werk doch mit einem angenehmen Schreibstil und einer interessanten Lebensgeschichte.

 

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