Buchcheck | Kraftwerk: Publikation von David Buckley

Kraftwerk, kaum eine deutsche musikalische Formation war international so einflussreich und erfolgreich, wie sie. Die Band aus Düsseldorf gründete sich im Jahr 1970 und sollte schnell zum Vorreiter im Elektropop avancieren und zahlreiche Genre prägen. 

Doch noch immer schwebt um die Band ein sagenumwobenes Rätsel. Anfänglich waren Kraftwerk doch eher akustisch angehaucht. Doch immer ein wenig experimentell, was sie im Laufe ihrer Karriere beibehalten haben. Mit Kraftwerk: Publikaton legt nun David Buckley eine Biographie von Kraftwerk in englischer Sprache vor.

Auf Grund der englischen Sprache muss man sich schon ein wenig mehr Mühe geben. Allerdings hat David Buckley eine angenehme Schreibe, so dass die Sprachbarriere weniger ein Problem darstellt.  Als authentische Quellen kommen die beiden langjährigen Ex-Kollegen Wolfgang Flür und Karl Bartos ausgiebig zu Wort. Außerdem kommentieren auch Eberhard Kranemann und Michael Rother aus Ur-Kraftwerkzeiten ihre Sicht der Dinge, die manchmal doch weniger positiv ausfällt. Auf aufwendige Farbfotos hat man verzichtet. Hier hat man es vorgezogen schwarz / weiß Bilder in die gebundene Ausgabe einzubinden. Dennoch sind es wahrlich nicht sehr viele. Nicht so schlimm, denn dafür gibt es mehr Lesestoff.

Ein Pluspunkt für den Schmöker: Interviews mit  Synth-Größen der 70er und 80er Jahre wie z.B. John Foxx, The Human League, Thomas Dolby, Gary Numan etc.

Negativ beurteilen lässt sich allerdings, dass Sichtweisen von Ralf Hütter und Florian Schneider komplett fehlen. So bleibt am Ende zwar ein negativer Beigeschmack, aber dennoch ist die Biografie lohnenswert in der Anschaffung.

 

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