Albumcheck | Yesterday Shop von Yesterday Shop

Fat Man & Little Boy, so heißt ein Song auf dem Album „Yesterday Shop“ von Yesterday Shop. Wer sich ein wenig mit Geschichte auskennt, wird wissen, dass es sich bei Fat Man und Little Boy um die Decknamen der Atombomben handelt, welche die damalige Administration der Vereinigten Staaten von Amerika über Nagasaki und Hiroshima abgeworfen haben. 

Ein grausamer Akt, der noch immer das Leben der Japaner bestimmt und die heutige Welt in Atem hält. Umstritten bis zum heutigen Tag, denn entgegen aller Entschuldigungen, war das damalige Handeln nicht gerechtfertigt und wird es wohl niemals sein. Der Song von Yesterday Shop greift dieses Thema in beeindruckender Weise auf. Nuclear World. Wir haben die Büchse der Pandora geöffnet. 

Kommen wir jedoch wieder zum grandiosen Debüt der Berliner Formation Yesterday Shop, die uns mit ihrem 11 Song Track Album verzaubern. Sie bieten uns expressive Klangwelten zwischen Shoegaze / Dream Pop, Post-Rock und Electronica.

Und ehrlich gesagt: Wegen Bands, wie Yesterday Shop, liebe ich meinen Job. 

Das Debütalbum sprudelt vor Ideen und mitreißender Musik. Kaum zu glauben, dass das etwa eineinhalb Jahren existierende Quintett um Sänger Clemens Kluck, einen so vom Hocker haut. Anspruchsvolle Indieklänge, die mit enormer Dramaturgie und sphärisch-melancholisch Tracks glänzen können. Sehr ungewöhnlich, ist man so was nur von den Briten themselves gewohnt.

Jeder einzelne Song steht für sich und schreibt seine eigene Geschichte. Doch auch das Gesamtwerk ist durchaus stimmig. Tolle Kompositionen, soundtechnisch perfekt in Szene gesetzt, stilistisch ausgefeilt. Besonders herausragend: die verwobenen Gitarren und Synthesizer. Eigensinnig und doch bekannt. Ein absoluter Geheimtipp!

Prädikat: Überragend! (Auch wenn wir die CD lediglich in einer Butterbrot-Tüte geschickt bekommen haben)

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