Albumcheck | Twilight Breaking Down II OST

Nur noch wenige Tage bis der letzte Teil der Twilight Saga in die Kinos kommt. Fans warten schon sehnsüchtig darauf. Um die Zeit zumindest musikalisch zu überbrücken, wurde am 09. November der Soundtrack auf Atlantic / Warner veröffentlicht. 

Nun haben wir sämtliche Soundtracks und können in gewohnter Manier ein Resümee ziehen. Sicherlich ist dieser OST nicht der Beste aus der Reihe, doch der Schlechteste ist er auch nicht.

Obwohl sich Breaking Dawn Part II im üblichen Twilight-Gewand zeigt, ist wohl die größte Überraschung, dass diesmal KEIN Song von Muse dabei ist. Ähnlich, wie schon beim letzten Soundtrack. Schade, denn die Songs von Muse passten wie die Faust auf’s Auge. Dafür gibt es  „Forgotten“ von Green Day. Der Track ist zwar schön und passt auch zum Film, doch irgendwie hätte man sich etwas anderes vorgestellt. Als Green Day Fan, muss man sich schon fragen: WARUM?

Nichtsdestotrotz glänzt der Soundtrack mit dem „üblichen Twilight-Sound“. Und genau das lieben wir.

Beginnend mit „Where I Come From“ zeichnet der Song Bella’s Leben als Vampir auf. Ellie Goulding’s „Bittersweet“ überrascht auf ganzer Linie. Ohrwurmpotential durch und durch. Sehr passend ausgewählt. Da ich schon einige Trailer gesehen habe, würde ich sagen, dass sich dieser Track besonders dazu eignen würde, die neu gewonnene Freiheit von Bella darzustellen und zu zeigen, wie sie als Vampir durch den Wald rennt.

„The Forgotten“, der Titelsong von Green Day. Sehr schön in Szene gesetzt. Als Green Day Fan eher nichts sagend.
Intensive und klangvoll wird es bei  „Fire in the Water“. Feist schafft es in 2:31 Minuten auch ihre düstere Seite gefühlvoll zum Vorschein zu bringen. Sehr schick!

„Everything and Nothing“  ist romantisch und ruhig veranlagt. Für eine intime Szene geeignet. Negativ fällt „The Antidote“ auf. Scheint er doch eine Art Muse-Abklatsch zu sein. Zwar ist der Track sehr energisch und rockig, doch gerade dieses Muse-Image passt nicht. „Supremacy“ wäre wäre das Non-Plus-Ultra gewesen.

„Speak Up“ erinnert mich ein wenig an die isländische Band „Dikta“. Zumindest wenn es um die Gitarrenbegleitung geht. Sehr nett, was da von POP ETC gezaubert wird.

Ein absolutes Highlight ist „Heart of Stone“ von Iko. So unbeschreiblich zart, unschuldig und *ach*: einfach schön. PERFEKT für Twilight, mehr muss man da nicht schreiben. Und seltsam: ohne den Song zu kennen, kann man ihn beim ersten Mal auswendig singen. „Cover Your Tracks“ kommt ruhig und melodischer daher. Irgendwie erinnert man sich an die Szene des Abschlussballs, wo Bella und Edward zusammen tanzen. Ob das Absicht war?  „Ghosts“ sticht ebenfalls besonders hervor. Er legt sich beschützend und warm um den Zuhörer. Vor allem die rauchige Stimme von James V. McMorrow beeindruckt.

Klaviertechnisch ist „All I’ve Ever Wanted“ ganz obenauf. Und wer die Songs von Paul McDonald & Nikki Reed kennt, der weiß wovon ich spreche. Sehr passend gewählt und wunderschön.

„New For You“ ist ein wunderschönes Lied, auch wenn er ein wenig kitschig klingt. Dafür ist der Text wunderschön.  „A Thousand Years“ ist bereits von dem vorherigen Soundtrack bekannt. Hier hat man neue Textzeilen hinzugefügt und ein männlicher Mitsänger (Steve Kazee) bereichert das Gesamtbild. Noch immer bringt mich dieser Song zum Weinen.

Der Soundtrack wird von einem Meisterwerk von Carter Burwell abgerundet. „Plus Que Ma Prope Vie“ bildet das Finale. Ohne den Film gesehen zu haben, hat man bereits Bilder im Kopf. Sämtliche Filme erleben in diesem Lied ihren Höhepunkt. Der Track spiegelt sämtliche Facetten musikalisch wieder. Ein krönender und stilvoller Abschluss.

Zwar kommt der Soundtrack „Twilight Breaking Dawn Part II“ nicht an New Moon heran, kann aber dennoch Schritt halten. Wirklich wunderschön.

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