Albumcheck | Ivy (Deluxe Gold Edition inkl. 3 Bonustracks + 2 Videos) von Ivy Quainoo

Formate wie: The Voice of Germany, DSDS oder keine Ahnung, wer wieder irgendeinen Castingstar sucht sind mir definitiv zuwider. Die Macher der Sendungen behaupten, dass ihre die Beste sei. Dabei ähneln sich die Formate in vielerlei Hinsicht. Das lässt sich auch nicht weg diskutieren. 

Demnach gehe ich auch mit der The Voice of Germany Gewinnerin Ivy und ihrer gleichnamigen CD Ivy in der  Deluxe Gold Edition etwas härter ins Gericht. Doch zuerst möchte ich noch etwas zu den zahlreichen Deluxe Gold, Super Deluxe, Gold mega Deluxe Editionen sagen, die nun mehr von den Plattenfirmen auf den Markt geschmissen werden. 

Wie wäre es, wenn die Plattenfirmen diese ZEITGLEICH mit der eigentlichen Album-Veröffentlichungen realisieren würden. Denn niemand benötigt ein Album in doppelter Form, nur weil man zwei oder drei Bonustracks und vielleicht eine DVD des Stars extra haben möchte. Ich weiß, dies sind Zusatzeinnahmen, aber für den Besitzer von physischen CDs (und das sind glaube ich nicht mehr viele Menschen) ist dies obernervig und Platzverschwendung. So, erstmal ausgekotzt.

Nun zum Album: 

Die Bonus-Tracks sind ja ein nettes Beiwerk, ebenso wie die Live-DVD. Zumindest verfügt Ivy über einen gewissen Flair, der auf der Bühne aufs Publikum überzuspringen vermag.

Ehrlich gesagt, das Album ist auch in der Deluxe Gold nicht besser als in der originalen Version. Der Schnellschuss wurde innerhalb von drei Wochen produziert, obwohl ich der Meinung bin, dass die Pläne dafür schon etwas länger in der Schublade lagen.

Über die Stimme von Ivy will ich nicht urteilen, da diese sehr angenehm ist.

Ich kann aber so manche Kritiker nicht verstehen, die diesen Longplayer in den höchsten Tönen loben. Sicherlich hat „Ivy“ ein paar gute Ansätze. Aber da draußen auf der Straße lauern Künstler, die weit mehr drauf haben, als ein gecastetet Retorten-Produkt, egal ob es sich dabei um das ultimativevoiceofgermanygibtesinanderenländernauch Format handelt.

Man kann nur hoffen, dass die Künstlerin bald dem Zirkus entfliehen kann und ihr eigenes Ding durchzieht. Wäre künstlerisch definitiv eine Weiterentwicklung.

(ich kann die negativen Kommentare jetzt schon erahnen)

 

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