Albumcheck | Fontaine Burnett: The Pen Won’t Fill The Page

Fontaine Burnett? Nie gehört. Oder?
Vielleicht doch. Immerhin stand er mit fast allem auf der Bühne und im Studio, was Rang und Namen hat.

1972 wurde er in Kansas City („Kansas City, here I come!“) geboren und über seines Vaters Gene mit reichlich Musik im Blut versorgt, mit der reichhaltigen Plattensammlung und mit einer sangesfreudigen Familie in einem Umfeld voller Musiker war unmusikalisch sein nicht möglich. Da sein Vater Saxophonist war, trötete der junge Fontaine logischerweise zuerst in die Rotzkanne, bis er sich für den Bass entschied, mit welchem er sich durch die Clubs spielte, für die er eigentlich noch zu klein gewesen wäre.

Fontaine Burnett verschlug es irgendwann nach Hamburg, und dort betreibt als gelernter Tontechniker seit 2011 sein eigenes Plattenlabel: „Butterthief Sounds“, mit dessen Gewinnen er ein Kinderhospiz unterstützt . Hier nun sein eigenes Album: „The Pen Won’t Fill The Page“. Mit sanfter, facettenreicher Bluesstimme besingt er melancholisch (wie es sich gehört) tiefsinnige Themen, ohne sie aufzudrängen. Der Blues, nur intellektueller. Nicht der Stift füllt das Papier, er braucht einen Kopf, der ihn leitet.

Seine Musik ist genau von der Sorte, die sich prima spät nach Mitternacht in einer Bar hören lässt,  oder aber in einem Liegestuhl mit einem eiskalten Drink im Schatten eines heißen Tages. Entspannt bluesig-jazzig, ohne Hektik, ohne zuviel Dissonanz, doch niemals fade. Ideal zum Ausruhen.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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