Manchmal hasse ich Musik.

Ulf, Redakteur fürs Grobe

Ulf Hundeiker

Solche Tage gibt es durchaus. Ich bekomme ja nicht nur Musik, die mir gefällt! Auch wenn ich recht flexibel bin mit meinem Geschmack gibt es etliches, was mir erheblich wenig Freude bereitet. Und das dann meistens alles auf einmal und ganz viel davon. Das fair zu beurteilen habe ich zwar ein Bewertungssystem für mich entwickelt (welches auch verhindert, dass ich etwas zu sehr lobe, weil es mir gefällt, obgleich es eigentlich totaler Schrott ist). Spaß macht es dennoch nicht immer.

Manchmal ist es auch nur eine Überdosis des selben Stoffes: Zuviel Stoner, zuviel Sleaze, zuviel Hardcore, zuviel WTF. Und keine Zeit oder Gelegenheit, mir die Gehörgänge zu reinigen. Zum Beispiel, weil die Liebste genau das, was man gerade zur Erholung hören wollen würde, ums Verrecken nicht verkraftet, aber selbst Metal schon eine Horrorvorstellung ist. Oder weil sich ein Plattenstapel angehäuft hat, der Seinesgleichen sucht, weil die letzten Wochen die Rettung der Welt zur Mehralsvollzeitbeschäftigung mutiert ist.

Da ist man nur mal eine Woche im Kosovo- schon ist wieder endlos viel Zeug angekommen. Manches habe ich noch nicht einmal geöffnet! Ich habe Angst! Musik! Hilfe!

In solchen Momenten helfen die Gitarrenkonzerte von Joaquin Rodrigo. Oder dem Bach seine Brandenburgischen Konzerte. Oder mit dem Köter rauszugehen. Schönen Abend noch!

4 Comments

  1. […] habe ich gerade so furchtbar gemotzt und erwähnt, dass mir Johann Sebastian Bach gerade besser bekommt als der ganze Stoner-Kram, da finde ich doch […]

  2. Hallo lieber Albumchecker,

    zu Joaquin Rodrigo fällt mit bevorzugt das Concierto de Aranjuez und das Concierto Serenata ein. Ich habe da ein Scheibchen aus ’72 / ’73 unter der Stabführung von Antonio de Almeida.
    Aber auch Carlos Montoyas Recital de Guitarra Española könnte hilfreich sein.

    Grüße aus dem Wintereinbruch,
    Jürgen

  3. Ulf sagt:

    Versuche mal das Concierto para una fiesta! Dazu könnte ich sterben! Beste Einspielung IMHO mit Pepe Romero/Academy OSMITF/Marriner. Ganz große Musik!

  4. […] man eine ganze Zeit massenhaft Material bekommt, welches -gelegentlich sogar nicht nur subjektiv!- kaum zu ertragen […]

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