Albumcheck | The 2nd Law von Muse

Da ist es endlich. Seit dem vergangenen Freitag läuft bei mir das neue Muse Album „The 2nd Law“ nur rauf und runter. Die Freigabe für den neuen Longplayer kam auch erst letzten Freitag. Daher habe ich mir für die Review nun ein wenig Zeit gelassen, da man Muse nicht einfach so „runterrasseln“ kann. 

Man sollte sich auf das 13 Song starke Album doch etwas mehr einlassen, um alles korrekt beurteilen zu können. Daher fange ich diesmal anders als gewohnt mit der Beurteilung einzelner Songs an. 

SUPREMACY ist ein super Opener und zeigt schon einmal einen Vorgeschmack auf den kompletten Longplayer. Man kann Muse mögen oder auch nicht. Spätestens bei diesem Song ist man hin und weg. Der Track überzeugt mit seinem cineastischen Soundkonstrukt schon beim ersten Hinhören. Chöre, Streicher, harte Riffs, viele Tempowechsel und ein herrliches Solo dominieren den Song. Richtig geil! Selbst Queen hätte es nicht besser machen können.

MADNESS spielt ein ganz andere Facette der Band wieder. Der Track startet mit einem Dub Beat. Auch hier sind Ähnlichkeiten mit Queen zu entdecken. Doch dies ist noch lange nicht alles. Der Zuhörer wird in andere Sphären katapultiert. Seine volle Wirkung entfaltet der Song erst nach mehrmaligem Hinhören.

PANIC STATION ist neben den ersten beiden Tracks einer meiner Lieblingssongs. Er ist einfach nur total cool und tanzbar ohne dabei den Flair von Muse zu verlieren. Poppig, aber gut.

PRELUDE ist ein Klavier und Streicher belasteter Einspieler von 59 Sekunden, der zum einen Ruhe verschafft, aber auch auf die weiteren Vorkommnisse des Albums hinweist. Gut gelungen und schön.

SURVIVAL greift direkt an Prelude an. Auch hier merkt man wieder einmal, dass Muse eine Vorliebe für Queen haben. Ist ja auch allgemein bekannt. Ähnlich wie Bohemian Rhapsody setzt das Stück auf harte Riffs und starke Vocals.

FOLLOW ME Hört man dort am Anfang den Herzschlag eines Babys? Denn so hört sich ein Herzschlag eines ungeborenen Kindes mittels Ultraschall an. Anfänglich hört sich der Track an wie „Never ending story“ von Limahl aus der Unendlichen Geschichte. Nur etwas schneller gedreht. Später haut „Follow me“ mit hartem Eurodance-Sound kräftig auf die Pauke.

ANIMALS ist ein eher andächtiger Song. Zumindest lässt er ein wenig Raum seine Gedanken kreisen zu lassen. Aufgebaut wie ein leichter Popsong steht er Muse auch diesmal gut zu Gesicht. Zum Ende driftet das Lied in spektakuläre Rocksounds.

EXPLORERS beheimatet ein Klavier- und Glockenspielintro. Dieser Titel könnte anfangs für eine neue Apple Werbung hinhalten. Doch und nach wandelt sich die Leichtigkeit in eine gewisse Schwermütigkeit. Zum Mitsingen und ganz okay. Passend für ein Konzertende. Go to sleep, heißt es.

BIG FREEZE macht es dann wieder spannend. Hier wird wieder gerockt Poppig gerockt. Klingt ein wenig wie eine Mischung aus INXS und U2, soll aber kein Abklatsch sein. Ein gewisses Flair ist dem Song zuzuschreiben, gerade auch, weil er typische Muse-Elemente enthält.

SAVE ME kommt ohne Hektik und ohne große Beats aus. Die schöne Ballade könnte wie geschaffen für den nächsten Twilight-Soundtrack sein. Wobei wir uns wieder überraschen lassen, ob überhaupt ein Song von Muse gewählt wird. Es wäre eine Schande, wenn nicht. Waren doch bei den letzten Soundtracks mindestens ein Track vertreten. Doch was bei Muse sehr langsam anfängt, findet spätestens bei 1:27 seinen ersten Höhepunkt. Sehr, sehr gut gelungen.

LIQUID STATE bevorzugt doch eine etwas härtere Gangart. Weniger Stimme, dafür mehr elektrische Gitarre und Schlagzeug.

THE 2ND LAW: ISOLATED SYSTEM ist nicht einfach zu beschreiben. Sagen wir mal so, es hat etwas von dem Score von die Tribute von Panem, Linkin Park, dem Soundtrack von Tron und dem Song Intergalactic von den Beastie Boys. Zwar sehr gewöhnungsbedürftig, aber leider geil. Plus einer kleinen Prise von den Pet Shop Boys. Aber psst.

THE 2ND LAW: UNSUSTAINABLE setzt dem Album das Sahnehäubchen auf. Wurde man während der gesamten Spielzeit in verschiedene Gemütsphasen versetzt, sorgt dieser Track fürs runterkommen. Hat ein bisschen was vom Alan Parsons Projekt. Nur  moderner. Genial. Außerdem greift der Titel Elemente vom Vorgänger-Track auf. Super.

Wie ihr bereits in der urlangen Review lesen konnte, begeistert das Album in jeder Hinsicht. Für mich gehört „The 2nd Law“ mit zu den besten Alben diese Jahr und ist sicherlich das Beste von Muse überhaupt.

KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN.

und zwar blind…..

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