Albumcheck | Stay in Touch von Sandra

Sie war schon lange vor Sarah Connor da, schon lange als uns das Wort Casting überhaupt ein Begriff war. In den 80er Jahren gehörte sie zu den ganz großen deutschen Künstlerinnen. Die Rede ist von Sandra. 

Mit ihrer neuen Veröffentlichung „Stay in Touch“ hat Sandra ganz tief in die 80er Kiste gegriffen. Pate standen dabei Blank & Jones sowie ihr langbewährter Weggefährte Hubert Kah. 

Da verwundert es auch nicht, dass der Silberling sehr große Ähnlichkeit mit ihren Erstlingsveröffentlichungen hat. Insbesondere der Track „Kings & Queens“, dieser ist dem Titel „Maria Magdalena“ nachempfunden. Einer der größten Erfolge, der mittlerweile 50-jährigen Sängerin. Mit Kings & Queens haben wir schon so unsere Erfahrung gemacht. Ohne Scheu kann ich zumindest von mir behaupten, dass der This is war Tiger meinen zweiten Bildschirm ziert. Doch beide Tracks unterscheiden sich maßgeblich. Der eine Track hat POWER, der andere nicht. Nun liegt es an euch herauszufinden, welches Lied wir meinen.

Doch wollen wir uns nun voll und ganz dem Werk „Stay in Touch“ widmen, schließlich handelt es sich um das zehnte Studioalbum von Sandra. Der Stil der 80er zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Auch Blank & Jones haben gute Arbeit gemacht. Ihre Handschrift ist definitiv zu erkennen, womit der Longplayer die moderne Note erhält. Außerdem scheuten sie sich nicht, einzelne „alte“ Songstrukturen in die neuen Songs mit einzubauen. Wer also die alte Sandra mochte, wird wohl auch dieses Scheibchen mögen.

Auch war es beabsichtigt, dass die Stimme der Protagonistin sich ähnlich „naiv“ wie in frühen Jahren anhört, was auch definitiv gelungen ist. Doch manchmal erscheint es zuviel des Guten und die gehauchte Stimme kann auf Dauer schon etwas nervtötend sein. Zeitweilig vermisst man die Power und man wartet auf einen großen Kracher wie zu damaligen Zeiten.

Zudem stimmt hin und wieder die Harmonie zwischen Sandra und Hubert Kah nicht. Zu viele Effekte überlappen sich. Doch für jeden, der sich Sandra wünscht, stellt dieser Longplayer sicherlich eine Überraschung da. Man darf keine großen und spektakulären Ergüsse erwarten, dennoch bedient sich Sandra ihrem bewährten Werkzeug, die ihr damals schon zum Erfolg verholfen haben. Solide und gut. Für Fans ein tolles Werk von einer tollen Künstlerin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.