Albumcheck | Ill Manors von Plan B

Vor knapp einem Monat veröffentlichte der Rapper Benjamin Drew sein neues Album „Ill Manors“ und setzt dem vorherigen Album in Sachen provokante Songtexte und dreckige Sounds noch einen oben drauf. Somit ist der Sänger vom 2010 erschienen Hit „She Said“ back im Musikgeschäft und vielleicht bald auch zurück in den Charts?

Der Rapper Benjamin Drew alias Plan B wuchs, wie es sich für einen richtigen Rapper gehört, in einer Großstadt auf. Genau genommen im Londoner Stadtteil Forest Gate. Sein Vater spielte in einer Punk-Rock Band und seine Mutter arbeitete bei einer Gemeindebehörde. Bereits als Kind zählte Ben Drew zu den sozialen Außenseitern, da seine Familie nicht gerade sehr angesehen war. Mit 14 beginnt der spätere Rapper erstmals sich direkt mit Musik auseinander zu setzen. 2006 erschien dann sein erstes Album. 2010 landete er dann seinen Hit „She Said“, welcher es in den Deutschen Charts auf Platz 7 geschaft hat. Plan B ist wohl eines der besten Beispiele, dass man es auch als sozialer Außenseiter schaffen kann!

„Ill Manors“ ist bereits das vierte Album des Sängers/Rappers. Thematisch setzt er sein Konzept fort, denn wie auch davor spielt das Ansprechen von sozialen Problemen eine große Rolle. Titel wie „Drug Dealer“, „Great Day for a Murder“ und „Faling Down“ sagen schon welche Probleme aufgegriffen werden. Und diese Titel werden zudem von harten und mehr als ehrlichen Texten begleitet, Rap eben! Aber dennoch spricht Plan B nicht nur Fans des Genres an, sondern auch alle die sich Gedanken darüber machen warum so Texte überhaupt nötig sind. Wer also Rap im voraus verurteilt, sollte vielleicht einmal genau auf die Texte hören und überlegen was Auslöser für so Songs sein können.

Aber natürlich darf man nicht vergessen das Plan B einfach ein fantastischer Rapper und Sänger, der sich zudem auch mit Soul und anderen Genres auseinander setzt. Bestes Beispiel dafür ist wohl der bisher größte Erfolg „She Said“. Meiner Meinung nach ein tiefgründiges Album, welches leider sicher nicht immer so rüber kommen wird. Trotzdem großes Kompliment an den Rapper.

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