Albumcheck | Home von Chris de Burgh

Ein Greatest Hits Album kann jeder veröffentlichen. Und sicherlich gibt es von Chris de Burgh einige zu kaufen. Mit dem neuen Album „Home“ beschreitet der irische Sänger neue Wege. Es erscheint am 12. Oktober über Starwatch Entertainment (Sony Music). 

1974 hat Chris de Burgh seinen ersten Longplayer „Far Beyond These Castle Walls“ veröffentlicht. Internationale Hits wie „Lady in red“, „Don’t pay the ferryman“ oder „High on Emotion“ gehen auf das Konto des Musikers. Seine Platten wurden mit rund 200 Gold- und Platinauszeichnungen geadelt und gingen mehr als 50 Millionen Mal über die Ladentheke. 

Chris de Burgh hat sein neues Album „Home“ in seinem Homestudio in Enniskerry (Irland) aufgenommen und produziert. Zu Hilfe kamen ihm dabei eine Gitarre, ein Pianoo und natürlich seine Stimme, die bis heute ihren hohen Wiedererkennungswert nicht verloren hat.

Das Werk bietet eine Retrospektive seiner vorangegangenen Weltkarriere. Ein kleiner Zusammenschnitt seiner Songs, die im Laufe der Jahrzehnte entstanden sind. Nichts Neues also. Oder vielleicht doch? Eben kein typisches Greatest Hits Album, aber dennoch Chris de Burgh. Es finden sich seine Songperlen wieder, die Chris de Burgh in einen sehr intimen und emotionalen Kontext gesetzt hat. Keine Aneinanderreihung von Hits.

»Deshalb habe ich bewusst auf manche berühmten Songs verzichtet, um den einen oder anderen Brillanten, den manche Menschen vielleicht bisher nicht so wahrgenommen haben, besser strahlen zu lassen«, sagt der Künstler.

Eine Aussage, die zutreffend ist. So erscheinen beispielsweise „Tender Hands“, „Sailor“, „Fire on the water“ oder  auch „Goodnight“ in völlig neuem Gewand. Schillernd, ruhig und andächtig. Akustisch. Es dürfte sicherlich viel Freude bereiten, sich die dazu gehörige Tour anzuschauen. Aus Erfahrung weiß ich, dass Chris de Burgh live (egal ob mit oder auch ohne Band) wirklich sensationell ist und den Kontakt zum Publikum sucht.

Ein schöner Longplayer, der nicht nur Fans begeistern dürfte. Allerdings nichts für Casting-Show Zuhörer, sondern für Liebhaber der gehobenen Musik.

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