Albumcheck | Gold Dust von Jonathan Jeremiah

„Dieses Album wurde quasi in Berlin geboren“, berichtet der Sänger und Songwriter. „Angefangen mit dem Titelsong ‘Gold Dust’, der von einer durchgemachten Nacht im Club und davon handelt, danach im grellen Tageslicht nach Hause zu stolpern, bis hin zu ‘Caffeine & Saccharin’; der handelt vom Aufwachen, und neben einem stehen lauter Flaschen auf dem Tisch rum.

Diese zwei Tracks bilden den Rahmen der LP, es sind die äußersten Punkte, und im Wesentlichen steht jeder Song dazwischen für einen Abschnitt des Tages. Man erlebt also 24 Stunden mit und begegnet unterwegs einer ganzen Reihe von spannenden Charakteren.“  

Dies sind die ersten Sätze aus der Pressemitteilung, die uns mit dem Download des neuen Albums „Gold Dust“ von Jonathan Jeremiah erreicht haben. Ein bisschen kaputt sieht der Sänger ja schon auf dem Cover aus. Erinnert ein wenig an den Schauspieler aus „Into the wild“ (Emile Hirsch).

Goldstaub, ein wahrlich würdiger Nachfolger des glänzenden Debüts „A solitary man“. So finden sich auf Gold Dust insgesamt 12 Songs wieder, die mit eindrucksvollen und opulenten Instrumentierungen aufwarten. Cineastisch und  gepaart mit Jonathan Jeremiahs durchdringender Stimme. Aufgenommen wurde der Longplayer mit einem 64 köpfigen Orchester. Anmerken möchten wir hier, dass der Silberling keinesfalls überladen klingt.

Ein Klangerlebnis, dass sicherlich seine Anhänger finden wird. Anfänglich noch klein wie eine zarte Knospe entwickelt das Album seine ganz eigene Dynamik, um den Zuhörer in jeder Art und Weise zu beglücken. Vielfältig im Songwriting. Die meisten Songs sind nach Jonathans Aussage im letzten Winter in Berlin entstanden.

„Lazy in the sunshine“ ist in Amsterdam entstanden. Reges und fröhliches Treiben durchzieht den Song. Wen wundert es?

Der britische Musiker hat mit „Gold Dust“ den Goldstaub zwar nicht neu erfunden, wirbelt ihn aber gewaltig durcheinander. Glitzernder Musikstaub, gerade das richtige für kalte Tage. Prädikat: hören und kaufen.

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