Albumcheck | Where do you go to disappear? von Tina Dico

Mit ihrem fünften Album „Where do you go to disappear“ hatte die Singer/Songwriterin Veränderungen angekündingt. Veränderungen, die zu mehr Gefühl, Gelassenheit und auch Qualität führen sollten. Doch sonderlich viel ist daraus leider nicht geworden.

Tina Dico ist eine dänische Popsängerin und Songwriterin, die in ihrem Heimatland wohl eher unter dem Namen „Dickow“ bekannt ist. International hingegen unter „Dico“. Was dazu führt, dass jedes Album mit zwei verschiedenen Covern produziert wird. Ihr Leben verbrachte sie anfangs in Dänemark, worauf sie 2002 nach London zog und dort mit der Band Zero 7 zusammen zu arbeiten. 2012 folgte dann der Umzug nach Island. Vielleicht nicht unbedingt das beste Land wenn man im internationalen Musikgeschäft Kariere machen will. Zusammen mit ihrem isländischen Freund hat sich die Sängerin dort schon ein eigenes Studio eingerichtet und lebt nun gleichzeigt mit der Ruhe des Landes und der Power ihrer Musik.

Wie schon erwähnt ist „Where do you go to disappear“ bereits das fünfte Studioalbum der Dänin. Viele ihrer Fans haben damit gerechnet, dass sich durch den Umzug nach Island auch Aspekte der neuen Umwelt auf dem Album wieder finden. „Where do you go to disappear“ ist aber gegen den Erwartungen keineswegs ein naturverbundenes Album. Vielmehr bietet es eine große Vielfalt an Musikformen und Themen. Das lockert das Gesamtbild dann doch etwas auf, aber leider bleibt der angekündigte Neuanfang aus. Zwar sind ein paar Veränderungen zu bemerken, aber nichts, was das Album jetzt zu etwas Besonderem macht.

Fazit: Stimmiges Gesamtbild. Aber eher eine akzeptable Fortsetzung zu vorherigen Alben, statt gewagter Neubeginn.

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