Albumcheck | Virus von The Unkindness of Ravens

Es erfordert schon ein wenig Überwindung, eine CD in den Computer zu schieben, auf der dick und fett das Wort „Virus“ geschrieben steht. Man könnte seinem Computer in diesem Moment schaden und ihm den Todesstoß versetzen. Und glaubt mir, das liegt nicht in meiner Absicht. Irgendwie haben mein Computer und ich eine ganz besondere Beziehung. 

Kommen wir jedoch zu besagter CD namens „Virus“. Sie entstammt dem Duo The Unkindness of Ravens. Und so düster sich der „Bandname“ anhört, so düster ist auch die Musik, die aus den Boxen ertönt. 

Mit neun Songs versucht das Duo seine Zuhörer zu begeistern. Was ist das denn bitte? Neun Tracks? Mehr nicht?

Musikalisch sind „The Unkindness of Ravens (viel zu langer Name) im Bereich „The White Stripes“ oder auch „The Kills“ einzuordnen. Sie spielen eine Art Garage-Rock, den sie mit Elektro-Beats aufgefrischt haben. Passend dazu die Stimme der Sängerin Nina Wagner, die sich perfekt ins Klangbild einfügt.

Doch was nützt es dem Album, wenn es nur neun Tracks hat, von denen 45 Prozent eher mittlerer Durchschnitt sind. NICHTS! Eigentlich schade, denn nach den ersten vier Titeln haut der Longplayer mal so richtig geil auf die Pauke und verblüfft rotziger-ich-habe-schlechte-Laune-ach-ne-doch-nicht-Musik. Hätte man die Songs fünf bis neun genommen, eine EP drausgemacht, hätten wir sicherlich 10 Sterne verteilen können. Aber so?

Das ist leider zu wenig. Trotzdem solltet ihr mal reinhören.

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