Albumcheck | Sunday in bed Vol. 5

Uargh, es ist Mittwoch. Also mitten in der Woche und das Wochenende ist noch soooooo lange hin. Wie gern würde man dem stressigen Arbeitsalltag entfliehen.

Frische Croissants, Erdbeermarmelade, Butter, leckere Früchte, frischgepresster Orangensaft, ein weich gekochtes Ei, Kaffee und vielleicht noch ein Gläschen Sekt dazu. Die Sonne sendet ihre warmen Strahlen durch das Fenster. Dazu den Liebsten neben sich im Bett liegend. Schöne Musik, wie von der neuen Ausgabe der „Sunday in Bed Vol. 5“. Ja, das ist doch ein toller Start in den Tag. 

Filmriss: Es ist Mittwoch und das Einzige was mir heute morgen um sechs Uhr den Tag erhellt, ist die eben genannte Compilation aus dem Hause Clubstar Records.

„Have a good Morning“ steht im Inneren des Paperbacks der Doppel-CD und links daneben abgebildet, eben diese Croissants und die Tasse Kaffee, von der ich noch geträumt habe. Doch wo bekomme ich die Dinger um diese Uhrzeit her. Der Bäcker macht erst um 6.30 Uhr auf. Der Kaffee und die 30 Song starke Compilation müssen erst einmal ausreichen.

Sexy sounds für lazy Lovers. So wirklich sexy fühle ich mich nicht. Schnell ins Bad, kurz duschen und Zähneputzen. Anziehen, aber was? Ich scheine über Nacht 10 Kilo zugenommen zu haben. Schminken, wo ist nur der verdammte Lippenstift? Haare fönen, auf Kaltstufe, sonst funzt der Fön nämlich nicht.  Zu allem Überdruss fällt mir noch meine Parfum-Flasche ins Waschbecken. Gut, dass ich schwarze Kleidung angezogen habe, darauf sieht man die Blutflecken nicht, die aus meinem Finger tröpfeln.

Jetzt erst einmal ein Kaffee. Danach geht es mir bestimmt viel besser. Zum faul sein habe ich wirklich keine Zeit. Mir reicht es schon, dass ich meinen zweiten Schuh suchen muss. Mein Kaffee ist mittlerweile kalt. Also schnell einen Neuen machen. Milch und Zucker in die Tasse geben und unter die Maschine stellen. Vergesse dabei,  einen Kaffeepad in die Maschine zu legen. Noch bescheuerter, dass ich den Mist auch noch trinke. Mein Kaffeedurst tendiert innerhalb von weniger Sekunden nahezu gegen Null. Auch gut. Nachdem ich mit einem Schuh durch das Haus gerannt bin, finde ich nach 10 Minuten endlich den Zweiten. Er hatte sich unter der Kommode verkrümelt.

Nun beginnt die Suche nach dem Schlüssel. Anscheinend hat meine Handtasche meine Hausschlüssel verschluckt. Einmal auf Links gedreht kommen 1000 Kleinigkeiten zum Vorschein. Übrigens auch mein Adressbüchlein, welches ich seit mehr als sechs Monaten suche.

Und im Hintergrund, da steht Serge Gainsbourg, der Monolith des modernen französischen Chansons, mit einem in Jamaica aufgenommenen Reggae-Song aus dem Jahr 1979 neben der großen Dame des aktuellen Soul: der ganz und gar heutigen Erykah Badu. Neben ihnen gesellen sich Harry Manx und Kevin Breit, zwei Gitarrenvirtuosen der US-Country-Szene, zusätzlich noch Frank Ocean. Achja und Maverick Sabre, hochaktueller Newcomer des britisch-prolligen Blue-Eyed-Soul, neben WZRD. Da kann man sich ja nicht aus der Ruhe bringen lassen, oder?

Haustürschlüssel gefunden, er steckte im Haustürschloss. Wie doof kann man denn sein?  Schnell verlasse ich das Haus, und denke mir so bei mir…..“Warum haben wir heute nicht Sonntag?“…….

Die Musik lasse ich übrigens laufen, schließlich weiß ich, dass noch ein weiterer Mensch in unserem Haus einen ähnlichen Morgen verleben wird und die Compilation Stress abbauend wirkt.

 

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