Albumcheck | Replacing the Ghosts von Imaginary War

Es hat schon ein wenig was von Muse und Depeche Mode, was Imaginary War mit ihrem Debütalbum „Replacing the Ghosts“ abliefern. Die Platte ist bereits im Juli veröffentlicht worden. Das Cover erinnert schemenhaft an „Sleeping with ghosts“ von Placebo. 

Sänger Joki Schaller sorgt für ausreichend düstere Stimmung, die an die Dark Wave Musik der 80er angelegt ist. Die 12 Tracks bestechen mit unglaublicher  Tiefe und Vielschichtigkeit. Davon könnten sich so manche 80s-Möchtegerns wahrlich eine Scheibe abschneiden. Schon der Opener “ The Tide has Turned“ überzeugt von großer Qualität. 

Ein nettes Radiotaugliches Popschmankerl. Gefolgt von „Expression“ und „Days turn brighter“, die gleichsamt atmosphärischer und düsterer wirken. „Embrace“ überrascht mit einer starken stimmlichen Performance des Sängers. Doch auch die Tracks „It’s important“ und „Hotel bizarre“ müssen sich nicht verstecken. „Die Tonight“ geht noch mal richtig ab, währenddessen sich bei „Love overdose“ dramatisch zuspitzt. (irgendwie erinnert mich der Song an Martin Gore)

Auch so lässt mich das Gefühl nicht los, dass unheimlich viel vom Songmaterial der DMs verwendet wurde. Allerdings auf eine sehr, sehr angenehme Weise und nicht als Abklatsch gedacht. Ebenfalls eine tolle Hymne ist der Track „Feed me with lies“. Falls ihr denkt, danach sind nur noch mistige Songs auf dem Album „Replacing the ghosts“ zu finden, irrt ihr. Mit „Just the words“ geht es nämlich weiter. Abschließend gibt es noch „Starless“ auf die Muscheln.

Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte „Replacing the ghosts“ glatt für ein Depeche Mode Album durchgehen. Interessante Musik, die die Jungs da abliefern.

Schickes Scheibchen. Reinhören lohnt sich. Kaufen übrigens auch.

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