Albumcheck | Årabrot: Mæsscr

Die Länder Skandinaviens sind im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl recht produktiv und zum Teil auch sehr erfolgreich in Sachen Musik, und in dieser Hinsicht auch ein Land der Gegensätze. Zumindest scheinen hohe Alkoholpreise und niedrige Sonnenscheindauer die Kreativität eher zu beflügeln als einzuschränken.

Düster wabern die norwegischen Årabrot vor sich hin, zum Einstieg zunächst jegliche Tanzbarkeit vermeidend. Quälend pathologisch klingen die Stücke des just erschienenen Albums „Mæsscr“, und irgendwie kaputt. Die Double Bass knattert nicht, sie klingt sympathisch nach alten Pappkartons statt nach Maschinengewehr.Der Sound erinnert am ehesten noch an die legendären „Cramps“.

Welch eine Schublade soll da passen? Die Musik klingt, als wären sämtliche bislang verstorbenen Woodstock-Helden erwacht und irrten nun als Zombies orientierungslos durch eine Gruft. Wer offen ist für Musik jenseits des langweiligen üblichen Schubladen-Einerlei, der findet hier sicher so etwas wie Freude daran. Empfehlenswerte Platte jenseits des Mainstream!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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