Albumcheck | Misuk von Misuk

Musik von Misuk. Diese Aussage dürfte dann auch schon klar machen woher die Band ihren Namen hat. Sonderlich einfallsreich klingt das zwar nicht, aber es geht ja schließlich ums Musikalische und nicht um den Bandnamen.

Sternchen der Band ist die Sängerin und Schauspielerin Eva Gold. 2009 gründete sich die Band für ein einmaliges Konzert auf dem Brechtfestival. Ziel war es Bertolt Brechts Texte in einen zeitgemäßen musikalischen Kontext zu stellen. Dass dieser Aufritt dann allerdings mit so vielen positiven Rückmeldungen kommentiert wurde überraschte sehr. Dadurch war dann die Idee eines einmaligen Konzertes direkt wieder begraben. Nun hieß es die künstlerische Arbeit weiter zu führen.

2012 steht ein Album an, welches mit neuen Songs und einer Mischung aus Jazz, Pop und Elektro ausgestattet ist. Natürlich bleiben Brechts Texte Mittelpunkt des Werkes. Verstärkt von der ausdrucksstarken Stimme Eva Golds ist das Album laut Band nicht nur für die Theaterbühne geplant, aber ob es wirklich je in Clubs etc. gespielt wird, ist dann doch eher zu bezweifeln. Um Titel wie „Die Ballade von der sexuellen Hörigkeit“ oder „Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“ zu mögen, muss man schon ein wahrer Bertolt Brecht Fan sein. Alles in allem nicht besonders massenkompatibel, auch wenn die Band das gerne hätte.

Fazit: Die Musik von Misuk ist und bleibt wohl einzig für Fans des Lyrikers interessant. Für alle anderen: Muss nicht sein.

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