Albumcheck | Independence von Kosheen

Ende der 90er Jahre gründete sich die Band Kosheen, die alsbald in den Charts mit Hits wie „Hide U“, „Catch“ oder auch „Hungry“ für Forure sorgte und die Böden der Tanztempel erzittern ließ.  Während Drum & Bass den Sound eines Sommers bestimmte, wagten die Sängerin Sian Evans und die beiden Elektronik-Musiker Markee Substance und Darren Decoder das Experiment ihren düsteren Sound mit Gesang zu verbinden.

Die Band aus Bristol sprengte die Genre-Grenzen und  etablierte ihre Mischung aus Pop und Underground nachhaltig. Den wenigsten ist bewusst, dass Kosheen eine Ära prägte, die noch heute Einfluss auf die Musikszene hat.

Das Debüt- Album “Resist“ ging über eine Million mal über den Ladentisch. Die Band wurde mit positiven Kritiken und Preisen überhäuft. Es folgten zwei weitere Studioalben und eine Live-EP. Seit 2008 wurde es ein wenig still um die Formation.

Kosheen war zwar immer musikalisch aktiv, allein die Band fühlte sich in ihrer Kreativität beschnitten, wie Markee feststellt: “Die letzen zehn Jahre waren wir bei Major Labels unter Vertrag. Aber deren Verwertungsmuster schränken uns ein. Wir möchten uns stets in der Situation befinden, Musik zeitnah zu veröffentlichen.“ 

Nun stehen Kosheen beim Label Neo Membran unter Vertrag und sind mit einem neuen Album namens „Independence“ zurück. Treffender hätte man den Albumtitel nicht wählen können.

Das neue Werk ist eine Sammlung von Stücken, die sich über eine längere Periode angesammelt haben.

„Insofern ist die Gründung unseres eigenen Labels Kosheen Records einfach ein naheliegender Schritt. So sind wir unabhängig in unseren Entscheidungen und können unseren eignen Rhythmus leben. „ so Markee weiter.

Musikalisch beheimatet das Album “Independence“ eine große musikalische Spannweite. Als Zuhörer bemerkt man diesen Freiheitsgedanken. Düstere und manische Electronica-Elemente vermischen sich mit pulsierendem Drum & Base, werden mit Dubstep und Downbeat verfeinert.  Die Prise Pop macht das Ganze dann auch Radiotaulich. Ruhigere Stücke wie “Out there“ betonen die sphärische Wirkung. Passend dazu, die Stimme der Sängerin Siân Evans.

Ein tolles Werk für Genre-Liebhaber. Abwechlunsgreich, tanzbar und ….mehr…

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