Albumcheck | Blaue Kanten von Nadine Maria Schmidt und Frühmorgens am Meer

Wie kann man die Musik von Nadine Maria Schmidt & Frühmorgens am Meer am besten beschreiben ohne irgendwelche Parallelen zu Anette Louisan oder Ina Müller zu ziehen? Ich würde sagen uns liegt ein melancholisches deutsches Singer/Songwriter Pop Album vor welches ganz okay ist, aber nicht wirklich zündet.

Auf großen internationalen Erfolg sind Nadine Maria Schmidt & Frühmorgens am Meer wohl nicht aus, sonst hätten sie sich wohl einen cooleren Künstlernamen zugelegt. Und so wie der Name der Band klingt, so hört sich auch das Album an: Wie ein unscheinbares Mauerblümchen am Wegesrand.

„Blaue Kanten“ erschien 08.06.12 und bietet leider wenig Abwechslung und Originalität. Sehr ruhig, sehr eintönig. Man hört einen Song, dann den nächsten und hat den vorherigen schon wieder vergessen. Nichts was wirklich im Ohr bleibt oder richtig heraus sticht. Allein die erste Single „Wenn sie geht“ kann etwas überzeugen. Weiter geht es mit langweiligen, eintönigen, langsamen Songs. Hat man die Hoffnung auf etwas Schwung und Tempo nach 7 Titeln schon fast aufgeben, so wird man mit „Raus hier“ überrascht. Dies ist der einzige Song, der etwas schneller ist.
Auch lyrisch befinden sich Nadine Maria Schmidt & Frühmorgens am Meer noch nicht auf einen Niveau wie es z.B. Rosenstolz sind. Bei Liedern wie „Monstersong“ fragt man sich, was es mit diesen banalen Texten auf sich hat. Natürlich kann hier eine tiefgründige Botschaft versteckt sein, aber diese erschließt sich einem wohl nur wenn man gerade mit einem Philosophie-Studium beschäftigt ist.

Fazit: Das Album ist nicht schlecht, zielt aber wohl eher auf die Zielgruppe alleingelassener Hausfrauen Mitte 40.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.