Albumcheck | Young Pilgrim von Charlie Simpson

Mit gerade mal 27 Jahren gehört Charlie Simpson schon zu den Veteranen im Musikbusiness. Zusammen mit der Multi-Brit-Award-Winning-Band „Busted“ begann seine Karriere.  Busted war eher im Genre Punk-Pop mit schwer pochendem Herzen zu Hause. Im Jahr 2005 wechselte er zu der Alternative-Rock-Band Fightstar.

Nun hat sich Charlie Simpson auf seine eigenen Füße gestellt. Der britische Musiker aus Woodbridge legt mit „Young Pilgrim“ sein erstes Solo-Album vor, was so ganz anders klingt, als das was man sonst von ihm gewohnt ist.

„Young Pilgrim“ ist eher im Stil eines Singer-Songwriters angesiedelt. Der Longplayer klingt nach akustisch grundierten, emotional packenden Folk-Rock.

Bis auf das Schlagzeug, welches Simpson dann doch lieber der einfallsreichen Fachkraft Reuben Humphries überließ, hat der Multi-Instrumentalist für „Young Pilgrim“ (fast) alle Instrumente selbst gespielt. Lediglich ein von Cellistin Audrey Riley arrangiertes Streichquartett kam hinzu.

Der einst so „rockige Typus Musiker“ ist nun einem jungen Mann mit Gitarre gewichen. In zwölf Songs beschreibt Charlie Simpson wunderschöne Geschichten, die das Leben schrieb.

Wirklich bewegend ist der melancholische Grundton, den Charlie Simpson nicht nur mit seiner Stimme erzeugt, sondern auch durch gezieltes Einsetzen von Instrumenten in Szene setzt.  So ist das Werk in sich selbst stimmig und nicht nur eine bloße Aneinanderreihung von Tracks. Ein kleinen Fehler hat die Platte: da es mittlerweile sehr viele solcher Werke gibt, droht Charlie Simpson im Mittelmaß zu versinken.

In den UK ist das Album „Young Pilgrim“ bereits erschienen. Dort konnte der Longplayer in die Top 10 einsteigen.

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