Albumcheck | Slavery: Dawn of Mankind

Power Metal kann ja schon mal schwülstig-selbstbeweihräuchernd und schmalztriefend bis zum Erbrechen sein. Muss es aber nicht zwingend, und wenn er gut ist, kann es sogar recht wohltuend sein, wenn mal „normal“ gesungen wird.

Slavery, welche aus Ulm kommend die Welt erobern, verzichten schon bei der Verpackung der Scheibe auf Bombast. Und auch das Album selbst hält sich mit dem sonst so verbreiteten Pathos zurück und konzentriert sich auf vernünftige Musik. Vom mitgelieferten Etikett „progressiv“ lasse man sich bitte nicht schrecken!

Die metallische Aggression ist auf „Dawn of Mankind“ weniger im Vordergrund, eher ein wuchtiges, doch nicht zu dicht gepinseltes Klangbild, welches dem Ohr noch Luft lässt zum Atmen, ohne dass es dabei frieren müsste. Die Musik ist auf jeden Fall spannender als der Durchschnitt, wirkt allerdings fast schon zu routiniert. Aber das gehört zu Power Metal irgendwie dazu.

Slavery beweisen mit ihrem Debutalbum auf jeden Fall, dass sie es drauf haben. Verstecken müssen sie sich vor niemandem!

Und kommenden Freitag könnt Ihr es kaufen.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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