Albumcheck | Nightstalker: Dead Rock Commando

Ich papp da mal das Label „Hard Rock“ drauf. Aber nur, weil mir nichts besseres einfällt.Laut „Beipackzettel“ im Promomaterial reagieren die Musiker nämlich eher unerfreut über Schubladisierungen, und in der Tat könnte es genausogut Stoner oder Grunge oder was auch immer sein.

Das gestern  erschienene Werk von Nightstalker trägt den Titel „Dead Rock Commando“ nicht zu Unrecht, klingt es doch ein wenig, als hätte man Death Metal statt mit Metal mit Rock gemacht. Oder ist das jetzt doch wieder eine Blödsinnsbeschreibung?

Immerhin scheint, als sei diese Band alles andere als mitschuldig am griechischen Desaster, denn die seit immerin dreiundzwanzig Jahren gemeinsam stalkenden Griechen könnten eigentlich ein Exportschlager sein. Allerdings nicht für die billigen Retsina saufenden Touristen, denn Sirtaki is nich- keine Bouzuki, kein Sirtaki.

Bei Nightstalker wälzen sich schwere Riffs  durch den Raum und walzen alles gemütlich danieder, und wer da tanzen will, der tut es im Rausch der Musik. Langsam wie Zombies grooven sie, als hätten sie irgendwelchen Superskunk-Stoff geraucht, und kosten jeden einzelnen Ton aus, den sie erzeugen.

Vielleicht sollte ich einfach niemandem sagen, dass die aus Griechenland sind. Damit niemand an Sirtaki denkt.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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