Albumcheck | Monsters of Liedermaching: Schnaps & Kekse

Vermutlich liegt nicht ganz falsch, wer hinter diesem Projekt jede Menge Spaß vermutet. Und Liedermacher wie vor allem Reinhard Mey freundlich verhonepipelt wähnt. Denn die derzeit sechs Barden klingen nur im ersten Augenblick nach „typischem“ Singer-Songwriter-Dingsda.

Die Monsters of Liedermaching, die an Bedeutung gewiss eines Tages das legendäre „Monsters of Rock“-Festival ablösen werden, schrabbeln munter drauflos, und ein jeder Titel des kommende Woche erscheinenden Albums „Schnaps und Kekse“ wiegt Dich für einige wenige Sekunden in der Sicherheit eines schönen deutschsprachigen Liedchens, begleitet von einer Westerngitarre, bis Du merkst, dass das Zeile für Zeile der Unernst offensichtlicher wird.

Das Album beginnt sehr gelungen mit so etwas wie einem altbekannten einem Laternenlied- wer kennt nicht „Ich geh‘ mit meiner…“? Nur dass die Laterne in diesem Fall eine ganz andere ist und das ausgehende Licht samt dazugehörigen Ausgehgründen ein anderes.

Von einfach persifliertem Liedermacher-Liedgut über lustige Lieder bis zur absolut gehässigen Ballade auf die Verflossene ist alles dabei. Und oftmals fühlst Du Dich an irgendeinen Genre-Klassiker erinnert, nur- an welchen? Du hörst ganze neunzehn Titel nicht zu grinsen auf. Da macht es nichts, dass die (mit einem Schuss Punk-Feeling versehene) Musik der schon fast zehn Jahren wütenden Monsters of Liedermaching als solche auch nicht wesentlich spektakulärer ist als die der vermutlich ernsthaften Nachfolger der Bänkelsänger.

Fazit: Schnaps & Kekse sollte man immer im Hause haben.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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