Albumcheck | Live at the Montage von Polar Bear Club

Man, man, man. Da rauchen mir schon die Ohren. Schließlich habe ich schon zig Reviews am heutigen Tag verfasst. Und nun zum Abschluss habe ich mich für ein Album entschieden. „Live at Monatge“ stammt von der amerikanischen Band Polar Bear Club.

Normalerweise ist die Band eher im Genre des Punkrock mit Posthardcore zu Hause. Dass sie eine gute Liveband sind, zeigen sie nun auf ihrem Longplayer „Live at Montage“, der eher einem Unplugged-Album nahe kommt.

Die sonst so rauhen Rocker geben sich auf diesem Werk ganz kuschelig, obwohl einem ja schon das Gehirn sagen sollte, dass mit Polar Bären nicht zu spaßen ist. Das Akustik-Live-Album ist eine schöne Abwechslung, bleibt allerdings hinter den Erwartungen zurück. Zumindest, wenn dem Zuhörer die Musik von Polar Bear Club bekannt ist.

So hat sich Frontmann Jimmy mit lediglich zwei Gitarren bewaffnet (natürlich inklusive der Bandmitglieder) und zaubert die schönsten Melodien. Stimmlich kann Jimmy einen guten Eindruck machen, bleibt hin und wieder jedoch in seiner Stimmlage hängen. Da fehlt die Luft nach oben.

Verzaubernd wirkt, dass man das Publikum nicht heraus geschnitten hat. Das verleiht dem Scheibchen einen besonderen Live-Flair, dem man nur noch bei kleinen Live-Events begegnet.  So bekommt der Ohrenzeuge das Gefühl live beim Event dabei gewesen zu sein. Auch dies geschiet nur noch selten. Die Kommunikation zwischen dem Frontman und dem Publikum wurde ebenfalls nicht entfernt.

Zusätzlich zu ihren regulären Songs haben Polar Bear Club noch zwei Coverversionen („Left And Leaving“ von den Weakerthans und „At Your Funeral“ von Saves the Day) auf den Longplayer gepackt.

Toll gemacht! Mal was anderes.

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